Bikegaudi der etwas anderen Art…

…ich sollte mal wieder meinen Blog updaten 😉 Long time no writing… Aber die Geschichten bleiben ja gottseidank im Kopf… Na ja, nicht alle, aber diese sicher…

Wir schreiben den 29. Dezember 2016. Der Winter lässt immer noch auf sich warten. Kein Schnee in weiter Ferne… Auf den weißen, vollen Kunstschneepisten Ski zu fahren muss nicht unbedingt sein und so starten wir an diesem Tag zu einer gemütlichen Biketour Richtung Salfeins…

Mit Andi, Alessa und Vroni bin ich on Tour. Wir shutteln mit Andi’s Bus Richtung Kemater Alm, haben Glück, dass wir nicht stecken bleiben, denn mit der Eisfahrbahn auf den letzten Metern hatten wir nicht gerechnet. Andi parkt sich neben den Forstweg in eine Einbuchtung und bleibt hängen. Vorerst aber alles gut soweit. Es geht nun per Bike weiter zur Salfeins Alm, wo wir eine kurze Rast in der Sonne machen. Die Kalkkögel leuchten, ein herrliches Ambiente, immer und immer wieder. Weiter geht es nun mit dem geschulterten Bike über einen Steig, der teilweise vereist ist, aber trotzdem gut zu gehen ist. Es ist ja nicht weit bis zum Salfeins See…

Oben angekommen ein wundervolles 360 Grad Panorama. Immer wieder schön hier oben! Wir lassen es uns in der Sonne gut gehen und genießen die Jause, bevor es mit dem Bike bergwärts geht…

 

Der ersten paar Höhenmeter sind mit Altschnee bedeckt, spannend zu fahren. Jedoch kommen wir nicht weit. Ein einheimischer Mann und seine Frau halten uns an und versperren den Weg. “Es ist hier nicht erlaubt Rad zu fahren, aber wenn ihr umkehrt, dann geht es mich nichts an… Ich bin hier Grundbesitzer… Ansonsten rufe ich die Polizei…” Diskussion zwecklos. Ich überzeuge die Anderen besser umzudrehen, denn es bringt nichts. Die Beiden lassen uns nicht vorbei… So schultern wir das Bike, tragen es wieder hoch und fahren Richtung Auto ab. Ein paar Altschneefelder, dazwischen immer wieder eisige Wiesenabschnitte, lustig zu fahren…

Wir erreichen das Auto und versuchen als Allererstes Andis’ Bus aus dem Schlamassel zu befreien. Dank Automatten und Schieben haben wir den Bus gleich mal aus dem Loch draußen… Wir beladen die Bikes und ich glaube es nicht, als ich die Polizei sehe. Natürlich wissen wir, dass sie wegen uns da sind. Der Einheimische hatte also doch die Polizei alarmiert, obwohl wir umgedreht hatten. Der Beamte informiert uns darüber, dass es nicht erlaubt sei, im Wald Rad zu fahren. Wir hören ihm zu, erklären ihm unsere Situation und kommen überein, dass die Sache ausnahmsweise keine Konsequenzen für uns hat. Also keine Anzeige. Wow, in all den Jahren unterwegs mit dem Bike ist mir so etwas noch nie passiert!

Conclusio: es gilt die Bikefahrverbote zu beachten, im Wald fahren ist eine Grauzone, also besser nicht erwischen lassen 😉

Den Nachmittag lassen wir bei Kaffee und Kuchen ausklingen, für Vroni bleibt dieser Geburtstag sicher in Erinnerung 😉