Category Archives: April 2017

Tiroldurchquerung

Von Hintertux ins Schmirntal – Stubai – Ötztal – Pitztal – Kaunertal mit Öffis, Liften, mit Ski und zu Fuß… Eine interessante Durchquerung durchs eigene Land mit vielen netten Bekanntschaften along the way…

Zur Vorgeschichte: Lea Hartl kontaktiert mich, ob ich interessiert sei, gemeinsam mit ihr, einem Redakteur und Fotografen fĂŒrs Tirol Magazin diese Tiroldurchquerung zu machen. Ja logisch bin ich dabei… Doch leider ist sie dann nicht dabei, dafĂŒr kommt Teresa, eine meiner best Friends mit…

Freitag 21. April, Tag 1

6 Uhr Tagwache – zwei Stunden unterrichten im Pitztal – dann retour nach Ibk – Teresa abholen – mit dem Auto nach Jenbach… Dort treffen wir auf Oli und Frank, mit ihnen beiden geht es nach Hintertux. Gegen Mittags sind wir am Berg, ein kĂŒhler Wind pfeift oben am Gletscher… Den ursprĂŒnglichen Plan ĂŒber den Grat zum Kleinen Kaserer zu klettern mĂŒssen wir verwerfen. Wir sind mit möglichst leichtem GepĂ€ck unterwegs, Steigeisen und Pickel wurden zu Hause gelassen, ohne diese Hilfsmittel erscheint mir dieses Unterfangen zu gefĂ€hrlich… NatĂŒrlich hĂ€tten wir es probieren und umdrehen können, aber letztendlich entscheiden wir uns fĂŒr die sinnvollere Variante, denn wir wissen ja nicht ob/wieviel Schnee in der Nordseite liegt…

Ohne irgendwelche Höhenmeter meistern zu mĂŒssen fahren wir ĂŒber die Höllscharte in herrlichem Pulverschnee ab, gönnen uns wenig spĂ€ter an einem sonnigen Platzerl eine zĂŒnftige Jause. Oli hat sogar Whisky im GepĂ€ck…

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Gut dass es Tage zuvor noch geschneit hat. Somit können wir recht weit bis Richtung Toldern auf der Forststrasse fahren – Steinkontakt inklusive… LĂ€sst sich leider nicht vermeiden…

Mit dem Taxi geht es weiter bis nach Schönberg. Auf unserer kleinen Reise erzĂ€hlt uns der einheimische Taxifahrer allerhand interessante Details zum Bau des Brenner Basistunnels… Spannende Fahrt…

Von Schönberg geht es mit dem Bus weiter nach Neustift. Unsere Endstation fĂŒr heute. Irgendwie lustig im eigenen Land Tourist zu sein… ZufĂ€llig treffe ich in Neustift Andre Schönherr und seine Freundin. Sie erzĂ€hlen mir, dass sie bald nach Nepal reisen werden. Schön! Zwar hat er keinen NĂ€chtigungstipp fĂŒr uns, aber Oli findet wĂ€hrenddessen eine nette FrĂŒhstĂŒckspension im Zentrum. Sportpension Elisabeth um genauer zu sein. Sehr zu empfehlen! Wir haben uns sehr wohl dort gefĂŒhlt!

Beim Hoferwirt gibt es beste, traditionelle österreichische KĂŒche, auch sehr zu empfehlen! Wir sind auf einer kulinarischen Reise… 😉

 

Samstag 22. April, Tag 2

Nach einem exzellenten FrĂŒhstĂŒck in der Sportpension Elisabeth, starten wir mit dem ersten Skibus zum Stubaier Gletscher. Blöderweise hat Frank, unser splitboardender Fotograf, seine Stöcke im Bus vergessen. Na ja, dann mĂŒssen halt Neue her… Wieder heißt es am Berg umdisponieren, da wir uns den VerhĂ€ltnissen anpassen mĂŒssen. Somit fahren wir die einfachste Variante, ĂŒber den Windach Ferner ab. Die SchneeverhĂ€ltnisse sind ĂŒberraschend gut, oben pulvrig, dann ĂŒbergehend in einen tragenden Harschdeckel, der zumindest mich und Teresa trĂ€gt… Oli hat es da schon schwerer…

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Auf der SĂŒdseite hat es natĂŒrlich nicht so viel Schnee. Ab einer Höhe von 2500m heißt es Ski auf den RĂŒcken und zu Fuß den Berg hinunter…

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Hinaus ĂŒber das Windachtal, das schwere GepĂ€ck macht zu schaffen, doch kurz vor Sölden werden wir belohnt – wir dĂŒrfen wieder mit dem Taxi fahren… Bis zur Gaislachkogelbahn, dann gondeln wir hoch bis zum Rettenbachjoch…

Es erwartet uns wieder eine traumhafte Powderabfahrt zum Karlesferner…

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Anstatt ĂŒber den Notweg zu fahren, steigen wir nochmals kurz auf und fahren eine andere Variante ab, die ich mittlerweile schon öfters gefahren bin… Insider…

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Obwohl es schon spĂ€t am Nachmittag ist, werden wir nochmals mit sehr guten Bedingungen belohnt… Die Zeit lĂ€uft trotzdem mit und trotz aller Eile ĂŒber den aperen Notweg hinaus, wir bleiben in Mandarfen hĂ€ngen. Zwar wĂŒrden wir noch die letzte Bahn schaffen, jedoch sind im Skigebiet bereits alle Lifte geschlossen. Der Aufstieg ĂŒber die Piste bis zum Mittelbergjoch und dann weiter bis zum Taschachhaus… Bleibt fĂŒr morgen 😉

Wir checken im Hotel Zirbenhof ein. Eine gute, warme Stube ist halt einfach was Schönes! Die Seniorchefin zeigt uns Bilder ihrer kĂŒrzlichen Reise nach Jordanien. Im gesamten Haus zieren gemalte Bilder von ihr die WĂ€nde… Abendessen, eine Dusche und ab ins Bett…

 

Sonntag 23. April, Tag 3

Der Wetterbericht hatte Recht. Nur zögerlich reißt es auf. Der Gletscher ist noch nebelverhangen. Somit haben wir keine Eile. WĂ€hrend Teresa und ich noch den Skibus schaffen, hĂ€lt der Busfahrer nichts von Warten und fĂ€hrt eine halbe Minute vor Erreichen von Oli und Frank auf und davon… Somit haben wir an der Talstation genĂŒgend Zeit zum Warten… Ich treffe Mario Zott, BergfĂŒhrer und Alpenvereinsmitarbeiter mit einer Skitourengruppe – ach wie nett…

Auch Oli und Frank sind nun an der Talstation angekommen und es geht ab Richtung Gletscher. Wir fahren zum Mittelbergjoch und leider hĂ€ngt immer noch Nebel am Gletscher. Meine Gebietskenntnis ĂŒber den Taschachferner ist nicht aktuell, ich weiß nicht wo die Spalten offen sind, doch finden wir trotz Nebel gut ĂŒber den Gletscher hinab… Gut dass ich die FĂŒhrung ĂŒbernommen habe und dass auch alte Spuren erkennbar sind…

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Bei erreichen des Taschachfernerhauses strahlt die Sonne wieder um die Wette, der Himmel ist blau, die Aussicht grandios…

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Unser nĂ€chstes Ziel ist das Wannetjoch. Teresa und ich wechseln uns mit der Spurarbeit ab. Die MĂ€nner hĂ€ngen etwas abgeschwĂ€cht hinter uns her…

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Angekommen am Wannetjoch blĂ€st uns ein krĂ€ftiger Wind entgegen. Lange verweilen wir nicht, es geht weiter mit der AbfahrtÂ ĂŒber den Wannetferner. GlĂŒcklicherweise liegt in unserer Verbindungs-Rinne zum Kaunertal noch genĂŒgend Schnee und wir sind froh und dankbar, als wir mĂŒde und zufrieden die Kaunertaler Passstrasse erreichen. Oli und Frank möchten die geplante Durchquerung bis zum Reschensee fertig machen, also hĂ€ngen sie noch einen Tag dran.

Wir hĂ€tten es an diesem Tag nicht mehr hoch zum Kaunertaler Gletscher geschafft und es wĂ€re sinnlos gewesen, am spĂ€ten Nachmittag noch nach Melag abzufahren…

Es wird ein kurzes Verabschieden mit den Beiden, denn Teresa hat uns per Anhalter ausgerechnet den OberlĂ€nder Freestylebus an Land gezogen. Sie haben noch Platz fĂŒr uns zwei MĂ€dels und nehmen uns netterweise mit! Mit Coach Giggo und ein paar pubertierenden Teenagern geht es im Bus um zentrale Themen wie “erster Kuss”, usw… Eine lustige, rasante Fahrt bis zum Bahnhof Landeck. Von dort verabschieden wir uns wieder und es geht mit dem Zug weiter nach Innsbruck und dann weiter zum Auto nach Jenbach…

Fast ausgehungert und zu mĂŒde selber etwas zu kochen, landen wir um 19.30 Uhr in der “Wilderin”. WĂ€hrend sich Teresa Suppe und ein riesiges Steak gönnt, gibt es bei mir Vorspeisenknödel und Risotto… Erstaunt ĂŒber unseren großen Hunger, fragen die Besitzer des Hauses zweimal nach, ob wir richtig bestellt haben 😉

Und so endet eine spannende Tour mit wieder viel Erlebtem…

Danke an Teresa, Oli und Frank – scheeeee woars!

 

 

Ostercampingausflug nach GraubĂŒnden

Den ursprĂŒnglichen Plan nach Slowenien, in die julischen Alpen zum Skibergsteigen mit Verena, Teresa und Hansi zu fahren, mussten wir leider verwerfen. Zu schlecht war der Wetterbericht. Einzig in GraubĂŒnden, NĂ€he Malojapass verhieß das Wetter eine gewisse BestĂ€ndigkeit fĂŒr das Osterwochenende…

Und so packte ich Verena, Linda&Astrid ein und es ging mit Sack und Pack ins Engadin. Da ich bereits vor ein paar Jahren in der Gegend war, hatte ich ein paar Tourenmöglichkeiten im Auge, letztendlich fuhren wir aber ins Blaue und wollten vor Ort entscheiden was wir machen…

Am Parkplatz vom Fornotal befragten wir zwei Tourengeher ĂŒber die VerhĂ€ltnisse… Es ist ein ewig langer Hadscher bis zur FornohĂŒtte (4-5 Stunden), mindestens eine Stunde mĂŒssten wir die Skier tragen, also entschieden wir uns fĂŒr die sinnvollste Variante: den Piz de la Margna…

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Das Auto parken wir am Seeufer, mit schwerem GepĂ€ck, inklusive Zelt geht es fĂŒr ca. 20 min. quer durch den Wald. Wir finden eine Lichtung und entscheiden, dass es am sinnvollsten ist, hier zu ĂŒbernachten… Was fĂŒr ein schönes Platzerl…

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Dinner outside und ein paar Runden Shithead, dann wird es dunkel und es beginnt leicht zu regnen. Also verkriechen wir uns in unsere Zelte, Verena und ich in ihr 1-2 Mann Zelt, es wird kuschelig, gestreckt liegen is nix, keine Beinfreiheit, zu klein das Zelt. WĂ€hrend Verena tief und fest schlĂ€ft, wĂ€lze ich mich hin und her, mir ist kalt, die Zeltwand ist nass, doch auch ich schlafe irgendwann ein…

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Am nĂ€chsten Morgen gibt es FrĂŒhstĂŒck outside, der Himmel ist bedeckt, doch der Wetterbericht hatte recht, es wird ein passabler Tag…

Wir starten gegen 9 Uhr gemĂŒtlich durch den Wald. Ein stĂ€ndiges Auf und Ab durch den Wald, entlang des Trimm-Dich Fit Parcours gibt es noch eine AufwĂ€rmsession… Lustig is…

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Der Aufstieg ist fordernd, es ist hart und es zieht sich in die LĂ€nge. Doch wir motivieren uns gegenseitig, schaffen es bis zur Rinne und klettern diese bis zum Gipfel hoch… Nur noch 10 Minuten ;)…

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Geschafft! Am Gipfel des Piz de la Margna erwartet uns ein wundervoller Rundumblick. Zwar ziehen die Wolken umher, doch wir freuen uns es geschafft zu haben…

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Die Abfahrt ĂŒber die steile Rinne erweist sich als hart aber herzlich, weiter unten dĂŒrfen wir noch besten Firn fahren…

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Den letzten Abschnitt geht es wieder querfeldein durch den Wald, das Spiel wer zuerst beim Zelt ist gewinnt Astrid… MĂŒde und zufrieden geht es mit dem Auto wieder heim ins Tirolerische, ein Pizzastop in Prutz fĂŒllt unsere leeren MĂ€gen, back in Ibk – scheeee woars meine Lieben!

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Going steep im Kiatai

Mister Sellrain – Skitourenprofi Lukas Ruetz lieferte die Idee, lange ĂŒberreden brauchte ich Teresa und Verena nicht, let’s go steep im Kiatai…

Aufstieg durch dichte Latschen, entlang am plĂ€tschernden Bach, mit stĂ€ndigem Blick auf unser Ziel…

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Wieder ein wunderschöner Tag draußen… Wir sind alleine unterwegs, Teresa muss leider wegen Schmerzen umdrehen, so wĂŒhlen Verena und ich alleine den Berg hoch…. Sie nannte es Beine/Booty(PO)-Training, ja absolutely… In der nordseitigen Rinne versinken wir ziemlich tief im Schnee, weiter oben in ostseitiger Exposition geht es besser voran…

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Gegen Mittag erreichen wir endlich den Gipfel und freuen uns ĂŒber eine gelungene Abfahrt bei guten Bedingungen…

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RESPEKT an Lukas, der diesen Aufstieg und die Abfahrt im Alleingang bewĂ€ltigte!!!! Danke fĂŒr die Idee Lukas 😉

Stubaistan

12. April 2017

Die VerhĂ€ltnisse nach dem letzten Schneefall sind immer noch gut und so geht es an diesem Tag mit Bine und Astrid auf den Stubaier Gletscher. Zum AufwĂ€rmen auf die Schaufelspitze, weiter zur Hosengagga – Geröllkletterei mit anschließendem Abseiler zu mehr Powder…

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What a day…

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Und da kann man runterfahren? Yes you can…

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Gratln am Stubsi

Immer wieder zieht es mich auch gerne alleine in die Berge. Ich liebe es dabei meine eigene Geschwindigkeit zu gehen, ĂŒberall stehen zu bleiben wo ich möchte, einfach bei mir sein, den Weitblick zu genießen…

Ohne konkreten Plan fahre ich auf den Stubaier Gletscher, sehe mir die VerhĂ€ltnisse vor Ort an und entscheide mich fĂŒr eine Gratkletterei mit anschließender lĂ€ssiger Abfahrt wieder ins Skigebiet…

Scheeee woars 🙂