Summer 2018

Es ist bereits Ende Oktober, ich war viel unterwegs und darf auf einen spannenden, abwechslungsreichen aber auch arbeitsintensiven Sommer zurückblicken…

Ende Mai 2018 gab es auf der Ferienwiese in Weißbach bei Lofer unser erstes Zusammentreffen der inklusiven Transalp. Ein zweijähriges Projekt des Alpenvereins, wo wir gehandicapte Teilnehmer & Normalos auf eine Alpenüberquerung mit dem Bike vorbereiten.

http://www.alpenverein.at/jugend/projekte/Inklusion/inklusive-transalp/index.php

Fünf intensive Tage, wo Teambuilding ganz klar im Vordergrund steht und sich gleich herausstellt, dass es ein wunderbares Team ist, das sich da zusammengefunden hat…

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Ein kleiner Wermutstropfen: eine Teilnehmerin verletzt sich beim Radfahren und muss leider ins Krankenhaus. Ich begleite sie im Krankenwagen und wir sind alle traurig, dass sie nicht mehr weiter machen kann…

 

Gleich im Anschluss an die Inklusive Transalp, geht es mit dem Mut zum Risiko Family Camp des Alpenvereins weiter, auch auf der Ferienwiese. Gemeinsam mit Börni leite ich das Camp. 6-8jährige Kinder können sich mit einem ihrer Elternteile an verschiedenen Outdoorsportarten wie Klettern, Raften, Klettersteig, etc. versuchen und gemeinsam Herausforderungen lösen. Spannende Tage mit coolen Kids und deren Eltern…

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Anfang Juni geht es per Ebike vom Stubaital aus bis knapp unter die Innsbrucker Hütte. Macht Spass mit dem Turbo in die Höhe zu düsen. Mein Ziel ist die Illspitze. Es liegt noch viel Schnee am Berg, daher deponiere ich das Bike und es geht zu Fuß weiter. Ich muss einige Schneefelder queren und steige dann über den Klettersteig bis zum Gipfel der Illspitze. Teilweise ist es recht ausgesetzt und alleine am Berg bin ich noch viel konzentrierter. Beim Abstieg kommt mir ein deutscher Touri entgegen, sonst ist keine Menschenseele an diesem Tag unterwegs. Nur ein paar Gämsen begleiten mich… Die Schotterreisn und die Schneefelder bieten sich an um meine Oberschenkel zu trainieren bzw. der Muskelkater ist vorprogrammiert. Welch Privileg dann mit dem Bike ins Tal zu rollen…

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Am nächsten Tag sind meine Oberschenkel spürbar, jedoch hindert dies nicht einen Ausflug ins Ausserfern zu machen. Gemeinsam mit Bine pedaliere ich von Lermoos aus Richtung Blindseetrail. Eine tolle Abfahrt mit wunderschönem Panorama und anschließendem Sprung in den eiskalten Blindsee. Scheee woars!

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Mitte Juni geht es mit Andi und Petra auf Roadtrip Richtung Süden. In Südtirol machen wir Halt bei Markus, Besitzer vom Bikestore in Niederdorf, der uns seine Bike Geheimtipps verrät. Nach einem wunderschönen Tag in den Sextener Dolomiten lassen wir den Tag bei Pizza ausklingen und fahren weiter Richtung Kärnten…

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Ein Lagerfeuer, Sternenhimmel und a schönes Platzerl zum übernachten, so gefällt uns das…

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Weiter geht es Richtung Weißensee, wo wir am nächsten Tag eine Biketour machen. Zwar schaffen wir es nicht ganz auf den Gipfel, aber das macht nichts. Ein schöner Trail und am Abend noch eine Runde mit dem Sup am See…

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Am nächsten Tag geht es dann durch bis nach Lovran/Kroatien. Dort haben wir ein paar lässige Trails ausfindig gemacht. Bei brütender Hitze starten wir am darauffolgenden Tag zum Gipfel des Lovran. Verblocktes Gelände am Anfang, dann aber finden wir einen superflowigen Trail vor. Und der Weitblick aufs Meer tut sein übriges…

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Zwei weitere Tage verbringen wir am Campingplatz in Lovran, fast direkt am Meer. Da es tagsüber viel zu heiß ist, verlegen wir unsere Bikeausfahrt auf den späteren Nachmittag, schließlich ist es lang genug hell. Wieder finden wir einen lässigen Trail, sehr technisch, aber schön zu fahren. Der nächste Tag ist dann der Gemütlichkeit gewidmet. Während Andi und Petra noch eine Runde biken, bleibe ich am Meer und gehe eine Runde Stand Up paddeln…

Ein schöner Kurzurlaub geht zu Ende… Danke Andi und Petra für die tolle Zeit!

Während Petra wieder zurück nach Nordtirol fährt, Andi sich noch mit Freunden in Osttirol trifft, kommt mir die Idee noch nicht nach Hause zu fahren, sondern die Nacht draussen am Berg zu verbringen. Gesagt, getan. Vor der Kulisse der Lienzer Dolomiten biwakiere ich am Berg, begleitetet von ein paar Rehen, ansonsten ist hier niemand. Der Tag wird mit einer Yogaeinheit begrüsst…

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Ich steige ab zum Auto, hole mein Bike und fahre bzw. trage das Bike zum Bösen Weibele. Einige Wanderer kommen mir entgegen und wundern sich wahrscheinlich warum ich so früh dran bin…

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Ein Kurzbesuch bei meinen Eltern in Matrei bevor es weiter nach Spittal zu meiner ersten Transalp Guiding Tour als Second Guide für GoAlps geht. Gemeinsam mit Martina begleite ich eine 15köpfige bikemotivierte Gruppe von Spittal über Villach, nach Kranjska Gora über Slowien bis an die Adria. Wir sind gesegnet mit schönem Wetter und vor allem Slowenien ist eine Reise wert…

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Woche 2 am Bike. Diesmal guide ich alleine. Eine superlustige Truppe hab ich da. Wieder geht es von Kärnten über Slowenien bis ans Meer…

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Und noch eine Woche am Bike. Woche 3. Mittlerweile lässt das Sitzfleisch zu wünschen übrig, der Rücken ist verspannt, aber auch das geht vorbei. Wir sind wieder gesegnet mit bestem Wetter. Und wieder eine superlustige Truppe am Start. Bauchmuskelkater vom Lachen inklusive…

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Vom Süden geht es für ein paar Tage zu Cori und Heiko auf die Hütte aushelfen ins Tannheimertal. Ein paar wunderschöne Sonnenaufgänge inklusive…

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Ich bleibe im Tannheimtal. Treffe mich mit Lisa und wir machen dort eine ausgedehnte Biketour. Gefühlt am heißesten Tag quälen wir uns den Berg hoch. Doch das Panorama und die Umgebung sind absolut lohnenswert…

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Weiter geht es zu Lisa und Louis ins Allgäu. Ein Ausflug durch die Touristenmassen der bayrischen Schlösser, erbaut von König Ludwig, weiter zum Alpsee um dort einen Badetag abseits der Touris zu verbringen…

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Wir sind angekommen im August. Noch einmal geht es für ein paar Tage auf die Hütte, bevor es zurück nach Thaur geht. Dort bin ich für einen Tagesausflug mit Michi unterwegs. Der Wolfendorn ist unser Ziel mit dem Bike. Mission Schieb und Trag mich hoch und wieder runter ist an diesem Tag angesagt. Scheee woars trotzdem!

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Von Tirol geht es ein weiteres Mal nach Weißbach bei Lofer auf die Ferienwiese. Diesmal zum Kids Bike&Climb. 14-16jährige Teens haben die Woche über die Möglichkeit mit Heli und mir Klettern, Biken, etc… Während die Kids im Bikepark unzerstörbar sind, denke ich mir bei den Abfahrten: “mein armes Rad” ;)… Wird ganz schön gefordert… Die ganze Woche über haben wir bis auf einen Tag bestes Wetter. Am Regentag dürfen wir mit Herbert Canyoning gehen. Für mich das erste Mal, wo ich mich bei den Sprüngen doch überwinden darf… Scheee woars Kids, danke an euch und Heli!

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Wieder on tour mitn Bike. Diesmal im Tiroler Oberland mit Michi und Friends. Am Gipfel werden wir von Pferden begrüsst, die uns die Gipfelrast vermiesen. Werden fast aufgefressen 😉 Somit geht es ohne Pause mit einem Flowtrail weiter…

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Die Tage danach werden intensiv. Das Bergfilmfestival St. Anton steht am Programm. Wir sind mit unserem Georgienfilm “Gaumarjos” am Eröffnungsabend dabei. Nick und seine Frau sind extra aus Mestia angereist. Gemeinsam verbringen wir den Tag, eine EbikeTour ins Verwalltal steht am Programm. Vor ein paar Jahren haben wir die Ebiker belächelt, nun sind wir selber soweit…

Die Premiere ist erfolgreich. Full House in St. Anton. Es werden viele schöne Bergfilme gezeigt. Wir freuen uns auch dabei sein zu dürfen!

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Den darauffolgenden Tag gibt es wieder tolle Filme zu bestaunen. U.a. von Nadine, ihr Film “Now or never” hat auch Premiere. Tagsüber wollten wir eigentlich klettern gehen, doch es regnet uns ein. Mit Andi bin ich auf die Valluga gefahren, um dort eine Mehrseillänge zu klettern. Es wird dann nur eine kleine Klettereinheit, es beginnt zu regnen, dafür gehen wir am Nachmittag ins Arlrock und powern uns an den Plastikgriffen ab. Zum Wellnessen dann kurz noch ins Schwimmbad, bevor wieder ein Filmabend beginnt… Ich würde sagen, unser freies Tagesticket haben wir bestens genutzt… Es ist schön viele bekannte Gesichter dort zu treffen…

Ende August trifft sich unser Transalp Team in Steinach am Brenner. Perfekter Ausgangspunkt für verschiedenste Biketouren und um das Material auszuloten. Highlight dieser Tage ist sicher die Fahrt auf die Blaserhütte. Unsere Handbikefahrer schaffen 1000 Höhenmeter, werden über Zäune getragen und surfen die Trails und Forststraßen hinunter. Am letzten Tag begleitet uns ein Kamerateam vom ORF, es entsteht ein netter Beitrag auf ORF Sport Plus, der aber leider nicht mehr online ist…

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September 2018

Eine weitere Transalp steht am Programm. Wieder feinstes Wetter und ein tolle Bikegruppe! Besser kann es nicht sein…

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Klettern mit Teresa und ein Bikeparkausflug mit Hanna, Dani & Greta… Was ist das doch für ein toller Sommer!

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Und wieder geht es für ein paar Tage auf die Hütte – Knödeln, Kuchen backen etc… Ein schöner Kontrast zum sonst sportlichen Sommer…

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Mein Auto hat mittlerweile den Geist aufgegeben und so bin ich mit den Öffis und dem Ebike unterwegs. Die Rückfahrt von Grän nach Innsbruck möchte ich mit dem Bike meistern. Gesagt, getan. In Reutte dann ein Anruf von meiner Chefin, ob ich denn nicht bereits früher, sprich am heutigen Tag anreisen könne. Hmmm, der letzte Zug nach Spittal geht um 18 Uhr. Ich möchte mit dem Ebike nach Innsbruck. Sollte ich schaffen. Die Zeit fliegt, bis ins Inntal geht es gut voran, knapp vor Innsbruck ist dann der Akku leer. Nach Thaur packen und dann an den Bahnhof das wird viel zu knapp. Also organisiere ich mir ein Taxi, lasse das Fahrrad in der Stadt stehen, bitte den Taxifahrer 10min auf mich zu warten damit ich packen kann und lasse mich dann wieder in die Stadt bringen. So habe ich die nötige Zeit gespart, um noch rechtzeitig ein Ticket für den Zug zu organisieren. Ich buche über die ÖBB App, bin mir nicht bewusst, dass das Fahrrad für den Railjet extra gebucht werden muss. Nun stehe ich am Bahnsteig und warte auf den Zug. Der Schaffner spricht mich an, ob ich für das Fahrrad gebucht hätte. Ich verneine und er sagt, ohne Ticket keine Beförderung. Ich soll mir noch schnell ein Ticket organisieren. Ich laufe durch die Bahnhofshalle, schaffe es noch rechtzeitig zurück an den Bahnsteig und der Schaffner sieht mich auch noch. Jedoch – bad luck, ich werde nicht mitgenommen 😦 Was mache ich nun? Der letzte Zug nach Spittal ist fort… Wieder telefoniere ich mit dem Büro. Bis nach Salzburg könnte ich zumindest heute noch kommen, damit ich morgen in Spittal die Gäste rechtzeitig begrüssen kann und Martina’s Gruppe guiden kann. Also geht es eine Stunde später mit dem Zug nach Salzburg. Bereits im Zug suche ich online nach Unterkünften. Sieht schlecht aus. Am Samstag eine bezahlbare Unterkunft in der Festspielsaison zu finden, fast unmöglich. Doch ich verlasse mich auf das Glück. Es ist bereits 21.30 Uhr, ich klappere die umliegenden Hotels ab, bis ich in der Jugendherberge am Bahnhof noch Glück habe. Ein einziges Bett ist noch frei. Na bravo! Dann nehme ich das. Gemeinsam mit 2 Neuseeländerinnen, 2 Indern, 1 Slowenen und 2 Deutschen teile ich das Zimmer. Eine kurze Nacht liegt bevor und frühmorgens geht es dann in der Dunkelheit bei Regen weiter mit dem Zug nach Spittal. Ich komme rechtzeitig zum Frühstück gegen 8 Uhr im Hotel ab, begrüsse einige der Gäste, damit wir pünklich um 9 Uhr in die erste Bikeetappe starten können. Wow, what a day… Was doch alles möglich ist…

Spittal – Villach. Ein gelungener Tag mit sehr netten Menschen. Dann heißt es Abschied nehmen, von hier aus übernehmen Tom und Kerstin. Ich steige wieder in den Zug, zrück nach Spittal, um gegen 18.30 Uhr die neuen Gäste begrüssen zu können….

Diesmal startet eine Ebike Tour. 6 Männer, ich bin die einzige Frau. Eine kleine Gruppe ist diesmal Richtung Süden unterwegs… Wieder sind wir vom Wetter gesegnet. Zwar haben wir recht frische Temperaturen, in Kranjska Gora starten wir bei 3 Grad, doch je weiter wir in den Süden kommen, desto wärmer wird es… Wieder eine tolle Woche mit tollen Menschen…

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Und so endet dieser wundervolle Sommer. Der Herbst ist da…

Last skitour for the season…

Sowohl der April, als auch der Mai wären perfekte Skitourenmonate, jedoch sind die Temperaturen viel zu warm für die Jahreszeit. Im Tal herrschen bereits sommerliche Verhältnisse, die Motivation ist immer noch da etwas in den Bergen zu tun, denn Schnee hatte es den vergangen Winter genug und es gibt noch genügend davon…

Ich breche mit Pia Richtung Schweiz auf. Eigentlich haben wir kein konkretes Ziel, Möglichkeiten gäbe es genug, wir einigen uns aber dann darauf, zwei Tage in Richtung Flüelapass zu fahren. Die Gegend kenne ich bereits und direkt am Bach haben wir ein gemütliches Platzerl zum übernachten…

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Während Pia im Auto schläft, bekomme ich über Nacht kein Auge zu. Ich habe starke Halsschmerzen, das Schlucken tut weh, im Moment kann ich mir keine Skitour vorstellen. Doch auch die schlaflose Nacht geht vorbei, am Morgen stärken wir uns mit einem Frühstück, es geht wieder besser, jedoch bin ich immer noch ein wenig angeschlagen…

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Unser heutiges Ziel ist das Flüela Wisshorn, über den Normalaufstieg hinauf, die Abfahrt über die Nordwestflanke…

Der Aufstieg geht bei Pia zügig voran, ich hänge hinterher, jedoch stresse ich mich nicht und steige gemütlich auf. Erst am Skidepot kommen uns andere Skitourengeher entgegen, doch am Gipfel sind wir alleine. Wir blicken in die Nordwestflanke. Der Schnee ist okay, also entscheiden wir uns dort abzufahren. Das Abfahrtsvergnügen hält sich aufgrund der Schneequalität in Grenzen, doch trotzdem ist es die bessere Variante als über die Flanke zu Fuss abzusteigen und dann mit den Skiern weiterzufahren…

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Mel im Aufstieg…
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Pia in der Abfahrt… Die Verhältnisse sind bescheiden…

Im unteren Bereich werden wir dann doch noch mit feinsten Firnschwüngen belohnt, setzen uns in die Sonne und genießen unsere Jause hoch oben über der Passstrasse. Am Nachmittag geht es dann wieder zurück in die Heimat, das war’s – bye bye winter…

Cima di Brenta – NOT

In den Bergen kommt es immer wieder vor, dass man sich auf eine Tour bestens vorbereitet, das Wetter dann doch einen Strich durch die Rechnung macht. So geschehen im Mai 2108, wo ich mich mit Flo auf den Weg in den Süden machte, um dort die Cima di Brenta Nordrinne zu befahren….

Wir fahren Richtung Madonna di Campiglio, es herrscht prächtiges Wetter und auch der morgige Tag sollte hier im Süden okay sein. Ich kann mich noch gut an die Strecke erinnern, da ich vor Jahren mit Toni Brey die Cima Tosa, der “längste Eisschlauch der Ostalpen” bestieg und befuhr…

Diesmal haben wir allerdings das Glück, dass die Schranke zum Rifugio Valesinella offen hat und wir uns den langen Fußmarsch auf der schmalen Straße ersparen können.

Wir packen unser schweres Gepäck, ca 1 Stunde geht es durch den Wald mit Skiern, Tourenskischuhen, Schlafsack & Co am Rücken bevor wir endlich mit Fellen weiter aufsteigen können. Keine Menschenseele ist hier unterwegs, es ist so schön ruhig, herrliche Fernsicht begleitet uns bis wir bei der idyllisch gelegenen Tucketthütte angekommen sind.

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Wir machen es uns im kalten Winterraum gemütlich, essen eine Kleinigkeit und bald darauf geht es ins Bett…

Um 4 Uhr morgens Tagwache. Noch ist es dunkel, aber der Gang vor die Türe ist nicht erfreulich, denn es regnet. Somit legen wir uns nochmal aufs Ohr und wollen abwarten ob sich das Wetter bessert. Gegen 6 Uhr immer noch keine Wetterbesserung, aber zumindest hat es zum regnen aufgehört. Wir starten gegen 6.30 Uhr und wollen das Beste draus machen. Die Cima Brenta und dessen Nordrinne ist in Nebel gehüllt, es will und will nicht aufreissen. Zudem ist die Schneequalität miserabel, völlig durchweicht durch den Regen in der Nacht. Zumindest bis zum Bocca di Tucket steigen wir auf, brechen dann aber ab da der Schnee eben zu wünschen übrig lässt und die Sicht zu eingeschränkt ist…

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Die Abfahrt ist so la la, gerade im unteren Teil ist der Schnee schon sehr durchfeuchtet und lässt keine Fehler zu. Bis zu unserem Schuhdepot können wir fahren, dann heißt es wieder den schweren Rucksack schultern und bis zum Auto absteigen. Auch wenn das gewünschte Ziel diesmal nicht geklappt hat, es war ein schöner Ausflug in die Brenta, allein die Umgebung und die Stille waren die Reise wert! Danke Flo für die Idee und die Begleitung! Scheee woars!

 

Wallistrip…

Noch einmal geht es nach Andermatt zu Petra und Jobs. Allerdings bleiben wir nicht dort, sondern es geht ins Wallis auf Skihochtour. Wegen der warmen Temperaturen ist es in den unteren Gefilden viel zu warm, daher ab in die Höhe…

Die Fahrt ins Val d’Herens ist wie immer atemberaubend.

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Am Ende des Tales in Arolla parken wir das Auto und steigen auf zur Cabanne de Vignettes auf 3160m…

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Wie wir oben erfahren haben sie heute den letzten Tag offen, die Hüttenwirtin ist etwas unentspannt als ich zu Sonnenuntergang ein Foto aus der guten Stube mache und dabei das Fenster öffne… Als wir am Abend fragen ob wir ein wenig später frühstücken können, bekommen wir nur die Antwort um 5 Uhr gibt es Frühstück, später geht nicht. Am nächsten Morgen versuchen wir zwar uns Zeit zu lassen, um 5.45 Uhr werde ich von der Hüttenwirtin ermahnt, ich solle den Tee sofort austrinken und ihr die Tasse geben, damit sie noch abspülen kann… Draussen ist es wolkenverhangen, die Sicht ist eingeschränkt also warten wir noch zu, denn unsere Tour ist heute nicht so lang… Die anderen Bergsteiger sind Richtung Zermatt unterwegs, man sieht sie teilweise als kleine Punkte am Gletscher…

Das Warten hat sich gelohnt, denn die Sonne kommt zum Vorschein. Gegen 8 Uhr brechen wir dann auch auf und beobachten den Abtransport per Heli der Wirtsleute und des Materials. Immer wieder beeindruckend…

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Das heutige Ziel, der Pigne de Arolla (3790m) ist erreicht.

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Jobs und ich schauen in die Nordwand, die auch fahrbar wäre, allerdings nicht heute, da im oberen Teil viele Steine herausschauen und es keinen Sinn macht… Der Nebel ist immer noch unser Gegner, doch haben wir Glück und nutzen das kleine Wetterfenster um über den Gletscher zur Cabanne de Dix (2928m) abzufahren.

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Ein kleiner Gegenanstieg, das Wetter ist herrlich, wir werden dort freundlich empfangen. Die Nordwand des Mont Blanc de Cheilon leuchtet uns entgegen…

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Ein gemütlicher Nachmittag auf der Terrasse, chillen und die Aussicht genießen, herrlich…

Am nächsten Morgen steigen wir zum Mont Blanc de Cheilon auf. Die meterhohen Spalten sind beeindruckend und es heißt volle Konzentration, denn der Schnee ist hart, ausrutschen wäre keine Option…

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Wir erreichen den Vorgipfel, wo Petra auf uns wartet, während wir noch den Grat klettern und auf den Hauptgipfel marschieren. Wow, welch ein Panorama!

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Über die Westflanke fahren wir ab, wo wir gute Bedingungen vorfinden…

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Noch einmal müssen wir aufsteigen, zum Col de Riedmatten, wo es über Leitern hoch geht, während wir dann 1000hm “Abfahrtsgenuss” zum Auto haben. Brennende Oberschenkel und bremsenden Schnee inklusive…

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Scheee woars, danke Jobs und Petra!

 

Winteräktschn April 18

Es ist bereits August, der Sommer ist auf Hochtouren und ich schaffe es erst wieder mal mich hinzusetzen und die vergangenen Monate aufzuarbeiten…. Time is flying by – wow..

Anfang April bin ich mit Didi, Flo und Sara in den Lienzer Dolomiten unterwegs. Immer wieder bin ich überwältigt vom grandiosen Panorama dort…

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Tage zuvor hatte es stark geschneit und leider war der Wind umtriebig, sodass die LW-Stufe 4 ausgerufen war. Somit war Zurückhaltung geboten. Links und Rechts beim Aufstieg Selbstauslöser, die Ödkarscharte war jedoch gut machbar. Wunderschönes Tagerl in den Bergen… und fast hätte ich es vergessen: beim Aufstieg trafen wir auf Andy Holzer, faszinierend wie er auf so natürliche Weise trotz seiner Blindheit in den Bergen unterwegs ist!

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Von Osttirol ging es wieder retour nach Nordtirol, um mit Wiesi and Friends in den Stubaier Alpen unterwegs zu sein… A biserl gratln, a kloane Abseiläktschn… Schee woars!

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Am nächsten Tag geht es weiter an den Arlberg. Filmen mit Nadine ist angesagt. Zwar sind die Temperaturen bereits extrem frühlingshaft, doch mit Glück sollte der Befahrung der Roggalspitze nichts im Wege stehen. Jakob von den Whiteroom Jungs begleitet uns mit der Kamera. Mit der letzten Bahn geht es hoch ins Skigebiet, wo wir dann abfahren, um an einer privaten Hütte am Spullersee zu übernachten. Eine Überraschung erwartet uns auf der Hütte. Eine einheimische Männertruppe verbringt das Wochenende hier oben, also nichts mit Ruhe und Einsamkeit…

Tagwache bereits um 4 Uhr. Wir starten in der Dunkelheit, die Schneedecke ist gefroren und es lässt sich gut gehen. Beim ersten Sonnenlicht werden ein paar Filmaufnahmen gemacht… Wir steigen ein in die Südflanke, kurze Kletterei, dann ein Spiel aus “einbrechen in die Schneedecke or not”… Die letzten 150hm haben es noch in sich, da die Schneedecke nicht mehr gefroren ist und ich immer wieder hüfttief einsinke. Nadine spurt und kommt gut voran. Bei mir dauert es länger, aber wenig später erreichen wir gemeinsam den Gipfel…

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Die Abfahrt gegen 10 Uhr ist gerade noch okay, viel später hätten wir nicht abfahren dürfen… Aber alles tutti und im Kasten…

Tage später bin ich allein auf Tour in den Stubaier Alpen unterwegs. Schon lange wollte ich die Nordostseite des Hinteren Daunkopfes befahren. Zwar sind die Schneeverhältnisse bescheiden – bockhart und windgepresst, aber done und schee woars…

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Noch einmal geht es an den Arlberg. Zum Guiden von Lorraine Hubers’ Womens Progression Days. Mit Gerlinde, Lori und mir als Guides und über 20 motivierten Ladies gibt es jede Menge Frauenpower…

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Vom Arlberg geht es dann weiter zu Petra und Jobs nach Andermatt. Langjährige Freunde die schon seit vielen Jahren dort leben. Bis dato hatte ich es immer nur im Sommer zum biken mit ihnen geschafft, endlich bin ich mal im Winter dort… Vom Skigebiet gibt es unzählige Möglichkeiten. Der warme April lässt auch in der Höhe die Temperaturen schneller schmelzen. Trotzdem finden wir tolle Touren – Highlight der Tage: die Befahrung des Gross Muttenhorn…

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Im Anschluss an die schönen Tage in Andermatt habe ich noch Zeit und bin motiviert etwas am Berg zu machen. Das Schönwetter hält noch an und da ich bereits in der Schweiz bin, fällt die Entscheidung den Eiger zu besteigen. Zwar weiß ich dass im oberen Bereich der Westflanke nicht viel Schnee liegt, jedoch möchte ich schon seit Jahren den Berg besteigen, jetzt ist also die Zeit dafür und egal wenn nicht ganz so viel Schnee liegt… Die Bergpartnersuche ist anfangs gar nicht einfach, es scheint niemand Zeit zu haben. Nach langem Hin und Her und etlichen Whatsapp Nachrichten meldet sich Louis, der motiviert ist mit mir gemeinsam den Berg zu besteigen und zu befahren…

Wir treffen uns in Stans und fahren gemeinsam nach Grindelwald. Von weitem leuchtet uns das Dreigestirn Eiger, Mönch, Jungfrau entgegen. Die Nordwand ist imposant und gleichzeitig angsteinflößend…

Mit der Jungfraujochbahn geht es gemütlich zur Kleinen Scheidegg und dann weiter zur Eigergletscher Station. Dort finden wir ein perfektes Platzerl für unser Zelt…

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Es gibt Spaghetti zum Abendessen und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir übernachten in einer faszinierenden Umgebung…

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Am nächsten Morgen geht es zeitig los. Wir sind fast alleine am Berg. Nur ein einzelner Bergsteiger ist vor uns und zwei Schweizer Bergsteiger fädeln auf. 1600hm bergauf. Nur die ersten Höhenmeter sind wir mit Skiern und Fellen unterwegs, danach ist es zu steil dafür und wir müssen auf Steigeisen umsatteln. Der Serac ober uns ist imposant und es heißt nicht zu lange dort verweilen. Möchte nicht unbedingt das Ding auf meinen Schädel bekommen sonst bist hin 😉 Ansonsten geht es recht gut voran, im oberen Bereich ist der Aufstieg felsdurchsetzt mit wenig Schnee. Dh die Routenfindung ist etwas schwieriger. Je näher wir Richtung Gipfel kommen desto intensiver bläst der Wind. Während es im Tal Plusgrade hat, frieren wir hier. Wir entscheiden uns für das Skidepot knapp unterhalb des Gipfels, da die Schneeverhältnisse es nicht zulassen ganz vom Gipfel zu fahren bzw. die Skier für den Wind eine zu große Angriffsfläche bedeuten würde und wir nur damit zu kämpfen hätten…

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Das 360 Panorama ist sensationell, wir freuen uns am Gipfel des Eigers zu stehen!

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Nur kurz verweilen wir am Gipfel, ein Blick in die Nordwand darf natürlich nicht fehlen und dann geht es bereits wieder abwärts. Es hat aufgefirnt und so haben wir recht gute Verhältnisse zum abfahren. Im oberen Bereich müssen wir uns noch durch felsdurchsetztes Gelände durchkämpfen, danach ist die Abfahrt reinster Genuss…

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Was für ein Tag! Danke Louis für die Begleitung! Wir packen Zelt und Co wieder zusammen und fahren ab bis zur Kleinen Scheidegg. Im Tal gibt es eine wohlverdiente Jause bevor es ab nach Hause geht…

 

 

 

Winteräktschn März 2018

…und es geht weiter. Wir sind im März. Wieder viel Erlebtes, viel draussen unterwegs… Zudem habe ich peruanischen Besuch von Joshua, bei dessen Familie wir vor drei Jahren in Huaraz einen Monat wohnen durften… Was macht man mit einem bergvernarrten Peruaner, der zwar fit ist aber nicht wirklich skifahren kann?

Genau, skifahren bzw. trotzdem in die Berge gehen mit alternativen Hilfsmitteln… Schneeschuhe und Zipflbob zum Beispiel… Hat funktioniert 😉 Auf Skitour gehen mit ihm war uns dann doch ein wenig zu riskant… Aber immerhin schafften wir es mit ihm auf den Vorderen Tajakopf mit anschließender Zipflbob Abfahrt. Die Skitourengeher staunten, für ihn war es wahrscheinlich ein bleibendes Erlebnis… Er wollte unbedingt ein Gipfelkreuz sehen – done…

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Anfang März bin ich gemeinsam mit Ursl im Kleinwalsertal im Rahmen der Junior Freeridecamps unterwegs. Zum ersten Mal sind wir in dieser Gegend. Für mich auch neu und spannend. Etliche Möglichkeiten gibt es hier und wir haben das Glück dass die Sonne scheint. Zwar sind die Schneebedingungen am zweiten Tag eher mässig, aber es findet sich immer was schönes wenn man kreativ ist… Neues ausprobieren ist das Motto. Untergebracht sind wir in einer kleinen Pension in Hirschegg, betrieben von einem alten Ehepaar. Die Matratzen scheinen ein ähnliches Alter wie das Ehepaar zu haben… Viele Jahre am Buckel und nicht mehr ganz so straff 😉 Ziemlich durchgebogen hat es uns über Nacht…

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Der März ist mit sehr guten Schneeverhältnissen gesegnet. Seit vielen Jahren bin ich wieder mal einige Klassiker in der Umgebung gefahren und ansonsten gab es auch noch viel zu entdecken…

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Das legendäre Alpenvereins Risk’n’Fun Chill Out findet wie jedes Jahr in Fieberbrunn statt. Die Schneequalität im Gelände ist bescheiden, zwar ist genügend Schnee vorhanden aber mei, gibt schlimmeres… Gemeinsam mit Andi begleite ich eine Gruppe motivierter Freerider. Eine kleine Unachtsamkeit und ich lande im Schnee. Ich stürze gottseidank selten, aber ab und zu passiert es eben… Jedenfalls bin ich bei schlechter Bodensicht in einen harten Schneeböller gefahren. Zwar spüre ich einen Schmerz, doch kann ich den ganzen Tag noch fahren. Als ich jedoch aus dem Skischuh herausschlüpfe ist das Resultat spürbar. Ein geschwollener Fuss, schmerzhaftes Auftreten, frühzeitige Abreise am nächsten Morgen in die Klinik nach Hochrum. Dani ist so lieb und bringt mich dorthin, Peter bringt mein Auto nach Thaur – volle nett, danke euch! Einer meiner Vertauensärzte Dr. Hoser hat Dienst. Welch Privileg an einem Sonntag gleich ein MR zu bekommen! Resultat: Knochenprellung, 1 Woche minimum Pause. Damit kann ich gut leben 😉 Gut dass nichts schlimmeres passiert ist!

Die Fischer Team Days stehen an. Wie immer schön alt bekannte Teamfahrer zu treffen, Gedanken zu den neuesten Produkten austauschen usw… Mir fällt es schwer nicht in die Skischuhe zu steigen, letztendlich bin ich dann doch brav und pausiere. Im nachhinein natürlich besser, aber wirklich nicht leicht, denn es wären ein paar wunderschöne Bluebird Powderdays gewesen… Aber mei… Freue mich jedenfalls, dass ich seit vielen Jahren im Fischer Team gut aufgehoben bin! Danke an das gesamte Team!

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Genau eine Woche hatte ich still gehalten, dann kam ein Anruf von Andi. Er bräuchte einen Skiguide. Gut ich habe Zeit. Somit darf ich ihn und seine Models für zwei Tage in der Arlberggegend begleiten… Schön zu sehen wie er über die Jahre seine Berufung als Fotograf gefunden hat und es ihm so viel Spass und Freude bereitet! Keep it up buddy!

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Der März endet zuhause in Osttirol. Gemeinsam mit meiner Sista und ihrem Freund sind wir beim Easterpowdershreddn. Weiße Ostern – schön!

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Winteräktschn Feber 2018

Ich komme langsam voran… Wir schreiben den Monat Juni und ich komme endlich dazu die Wintermonate schriftlich festzuhalten… Zumindest in verkürzter Form, alles andere würde den Rahmen sprengen…

Wo fange ich an? Well, den Februar war ich recht viel für den Alpenverein im Rahmen von Risk’n’Fun unterwegs. Die Elemente Wahrnehmen – Beurteilen – Entscheiden stehen dabei im Mittelpunkt, die Teilnehmer werden hinsichtlich dessen ans Freeriden herangeführt… Nähere Infos dazu findet man unter: http://www.alpenverein.at/risk-fun/

Mit den Risk’n’Fun Kids war ich zwei Tage in Serfaus und zwei weitere Tage im Stubaital unterwegs… Scheee woars!

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Ausserdem findet eine Risk’n’Fun Session im Kühtai statt. 5 Tage ausbilden bei sehr guten Bedingungen… Danke an das Team!

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Lea verlässt Ibk… Gemeinsam mit Sophia und Luigi verbringen wir noch einen wunderschönen Tag gemeinsam in den Kalkkögeln…

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Im Februar geht es außerdem für zehn Tage nach Georgien. Genauer gesagt nach Mestia. Begleitet werde ich von Linda, Bine und Simon. Leider hat Astrid Pech und verletzt sich zwei Tage vor Abreise das Knie – Kreuzband ade, soooo schade!

Unsere Reise verspricht Abenteuer pur. Ein faszinierendes Land mit unendlich landschaftlicher Schönheit, einer Gastfreundlichkeit das seinesgleichen sucht, wunderbare Küche und als Zugabe feinster Powder und Sonnenschein. Was für ein Glück!

Für meinen Skisponsor  www.fischersports.com  habe ich eine kurze Story geschrieben, um einen kleinen Einblick zu bekommen…

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https://www.fischersports.com/at_de/news/skiing-in-georgia-yes-you-can,2491

Winteräktschn Jänner 2018

Der Jänner beginnt mit der RisknFun Session im Kaunertal. 5 Tage ausbilden im Rahmen von wahrnehmen – beurteilen – entscheiden. Ich freu mich, dass ich Teil des Alpenvereinsteams bin… Gemeinsam mit Kurtl übernehme ich eine motivierte Gruppe aus Freeridern, die sich hinsichtlich alpiner Gefahren etc… weiterbilden möchten…

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Es sind intensive Tage, nicht nur für die Teilnehmer, auch für uns Ausbilder. Zusätzlich sind wir von den äußeren Umständen gefordert. Innerhalb von 24 Stunden schneit es einen Meter, dann regnet es rein, die Straße ist zum Kaunertaler Gletscher gesperrt. Wir sind kurzzeitig von der Aussenwelt abgeschnitten… Zahlreiche Nassschneelawinen kommen vom Berg hinunter… Doch für die Teilnehmer sind es lehrreiche Tage im Schnee, es hat Spass gemacht! Danke an alle die dabei waren!

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risk'n'fun Session Kaunertal, Jänner 2018
Coaches Team: Berni, Mel, Kurtl, Markus

 

Vom Kaunertal geht es ein paar Tage später weiter Richtung Süden. Zuerst in die Heimat nach Osttirol. Dort hatte es gut 40cm Neuschnee gegeben, allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Schneedeckenaufbau noch sehr schlecht. Es war ein “gespannter” Dreier an diesem Tag vom Lawinenwarndienst ausgegeben. Mit Mankei und Markus bin ich an diesem Tag unterwegs. Im Skigebiet ziehen wir unsere ersten Schwünge, es geht sehr gut zu fahren… Das Terrain wird anspruchsvoller, jedoch sind wir trotzdem auf der zurückhaltenden Seite unterwegs… Gegen Mittag kommt noch ein Kollege von Mankei hinzu. Wir steigen ein kurzes Stück über einen Kamm hoch. Ein plötzliches Wummgeräusch und so rasch wie möglich an das Ende des Kammes. Erst später bemerken wir, dass wir ein größeres Schneebrett ausgelöst haben. Wir möchten eine flache Variante abfahren, knapp über 30 Grad “steil”. Mankei fährt als Erster, es sieht schön aus wie er seine langgezogenen Schwünge zieht. Dann folgt sein Kollege. Zwei kurze Schwünge und plötzlich reißt der gesamte Hang. Ein ca. 200-300 Meter breiter Anriss – ein riesiges Monster! Zum Glück hat er einen Lawinenairbag, zieht diesen und bleibt an der Oberfläche. Durch den nicht so steile Hang, geht alles glimpflich aus. Keine Verletzung, alles gut. Nur ein Schock für ihn und natürlich auch für uns. Sofort alarmieren wir die Bergrettung, um mitzuteilen, dass wir einen Abgang zu vermelden hatten, aber gottseidank nichts passiert ist. Beim Bier und gutem Essen in Außervillgraten lassen wir den Nachmittag ausklingen und sind froh, dass alle heil und munter sind…

 

Am nächsten Tag geht es weiter nach Südtirol. Markus zeigt uns sein Heimskigebiet. Mittels kurzer Aufstiege ergeben sich beste Möglichkeiten. Umgeben von der herrlichen Kulisse der Dolomiten… An diesem Tag begleitet uns auch Sandra, die auch begeistert ist…

Mitte Jänner findet am Wochenende ein Junior Freeridecamp in der Axamer Lizum statt, wo ich gemeinsam mit Bine am coachen bin. Ein motivierter Haufen junger Freerider, a Gaudi mit den Youngsters…

In der Zwischenzeit bin ich beim powdern mit Lea, Bine und Co unterwegs… Und auf Skitour mit den Michi’s und Andi ganz unweit von Innsbruck…

Wieder ein Wochenende im Zeichen der Jugend. Ein weiteres Junior Freeridecamp diesmal in Saalbach. Zwar haben wir nicht viele Teilnehmer, also eine kleine, feine Runde. An Tag 1 schauen wir, dass sich unser polnischer Junge auf den Skiern hält ohne out of control zu stürzen, an Tag 2 versinken wir fast im Schnee, allerdings dreht der Wind auf, es wird stürmisch am Berg, der Powder verwandelt sich leider in Triebschnee… Trotzdem ein schönes Weekend in der Salzburger Gegend!

 

Statt der Wankspitze geht es Ende Jänner mit Bine ins Kiatai… Über Umwege finden wir dann doch noch den Powder…

Mel allein auf Tour am Venet…

Mit Teresa und Waldi am Arlberg unterwegs… Es empfiehlt sich am Wochenende den Arlberg zu meiden 😉 Da Teresa aber gerade von der Schweiz gekommen ist und wir somit einen Kompromiss machen, wird es St. Anton. Nach einer längeren Warterei an der Liftschlange am Rendl (Galzig war dasselbe), fahren wir bequem mit der Gondel hoch und nehmen uns den Rendl Winterklettersteig vor… Zwei Alpinisten sind mit vollem Equipment (Steigeisen, Pickel, Klettersteigset, Drohne, Fotokamera, etc…) ausgestattet und sind nach uns unterwegs. Wir wundern uns ein wenig über das übertriebene Set-up, aber na ja, jedem das seine… Kurz bevor wir die Skier anschnallen, kommen uns zwei weitere Snowboarder entgegen… Sie fragen uns, welche “Line” wir fahren werden ;)? Sie wählen dieselbe Abfahrt wie wir und folgen uns bei unserem neuerlichen Aufstieg… Ich glaube nicht, dass sie sich in diesem Gebiet auskennen, aber wir kennen uns ja aus 😉 Spuren fahren kann ja jeder – hahahaa…

Gemeinsam mit Anna veranstalten wir Ende Jänner einen Lawinenworkshop Tag für ihre Freunde… Ein unterhaltsamer Tag mit spannenden Fragen, LVS-Suche in verschiedensten Konstellationen, etc…

In den Kalkkögeln mit Linda…

Der letzte Jännertag wird abenteuerreich… Am Kellerjoch bewege ich mich auf fremden Pfaden und probiere mal aus wohin ich komme…;) Eine Abfahrt ins Ungewisse… Irgendwann bin ich dann wieder beim Auto – hahahhaa…

Winter 2018

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Es war ein langer, intensiver Winter. Geprägt von vielen ergiebigen Schneefällen, wunderschönen Powdertagen, viel Zeit draußen in der Natur.

Kein einziges Mal habe ich es während des Winters geschafft, mich hinzusetzen und zu schreiben… Über Erlebtes, die Tätigkeiten in den Bergen, über Reisen…

So langsam neigt sich der Winter dem Ende zu. In den höheren Gefilden ist noch viel Schnee zu finden und morgen packe ich noch einmal meine Sachen um die Skitourensaison voraussichtlich in der Schweiz zu beenden… Aber mal schauen was die nächsten Tage noch so bringen…

Um die vergangenen Monate noch einmal aufleben zu lassen, werde ich wohl Monat für Monat “abarbeiten” und dies stichwortartig festhalten… Ich freu mich noch einmal die Monate Revue passieren zu lassen, denn es ist soooo viel passiert….

Winterraumgaudi…

Wie schnell eine große Bekannte zur Unbekannte werden kann, durften wir vor ein paar Tagen selbst erfahren. An Teresa’s Geburtstag geht es am Nachmittag über den Wank Richtung Krottenkopfhütte. Die Abfahrt im Powder zur Esterbergalm und der Aufstieg bis zur Materialseilbahn tief winterlich. Dann wird es doch schnell dunkel, der Wind bläst stark und natürlich hätten wir früher starten können. Doch alle von uns kennen den Sommeraufstieg zur Hütte. Jedoch im Winter, mit den verschneiten Latschen, in der Dunkelheit, fast keiner Sicht, starkem Wind, stellt uns die Orientierung auf die Probe. Plötzlich wird alles undurchsichtig. Es ist bitterkalt, teils eingeblasen, geraten wir doch ein wenig an unsere Grenzen. Doch alle halten zusammen und wir erreichen den Winterraum, wo die Türe zuerst mal ausgeschaufelt werden muss… Das erledigen die Jungs. Auch das Einheizen. Kathi kocht Käseknödel und so langsam wärmt sich der Winterraum…

Es ist gemütlich hier oben. Weit weg von der Zivilisation….

Der nächste Tag präsentiert sich bitterkalt aber wunderschön! Der Ausblick – sensationell! Und auch die Abfahrt ist besser als erwartet…

In der Esterbergalm gibt es dann ein wohlverdientes Zuckerwasser und wir treffen auf einige bekannte Gesichter…