Bewegung ist Leben

Die Wertschätzung der eigenen Gesundheit wird einem leider immer erst bewusst, wenn man verletzt oder krank ist. Jedoch habe ich Verletzungen noch nie negativ gesehen. Auch wenn ich schon viele hatte😉 Es war immer die Chance, sich intensiv mit dem eigenen Körper auseinander zu setzen, sich Zeit nehmen, auch für andere wertvolle Dinge im Leben, denn davon gibt es genug. Es dreht sich ja nicht alles nur um Sport und Freizeitvergnügen… Ich bin der Überzeugung, dass alles im Leben aus einem Grund passiert. Oft leben wir in einer “Blase”, nehmen die Annehmlichkeiten des Lebens als Selbstverständlichkeit hin, ach uns geht es einfach gut! Manchmal sollte man einfach inne halten und dankbar sein. Dafür habe ich nun mal Zeit. Ich bin dankbar für dieses Leben das ich leben darf, die vielen Reisen die ich erleben durfte, die vielen Menschen die ich kennen gelernt habe und freue mich natürlich auf viele weitere Abenteuer. Auf Große und Kleine…

Mein oberstes Ziel ist es nun, Kleinigkeiten die selbstverständlich sind, wie normales Gehen, Treppen steigen, Rad fahren, etc. wieder schmerzfrei bewältigen zu können. Taking it step by step. Es wird, aber dauert… Umso mehr freue ich mich auf jenen Tag, wo ich wieder die Welt von oben sehe und der Blick in die Ferne schweifen kann…

In diesem Sinne: seid dankbar, love life – enjoy life every minute – carpe diem!

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…anders als geplant…

Mitte Mai 2016

Nachdem ich von Chamonix zurück bin, trifft es mich gesundheitlich wieder einmal. Eine hartnäckige Verkühlung, nichts schlimmes, aber doch ein Zeichen, dass ich mal eine Ruhe geben soll… Doch bin ich arbeitstechnisch einige Tage gefordert und kann nicht ausfallen. So vegetiere ich vor mich hin, Tage später haut es mich dann komplett zusammen. Für Ende Mai ist das Zeitfenster zum Filmen für Sandras’ Skitrilogie Shades of Winter geplant. Bis dahin sollte ich wieder fit sein. Für den Film streben wir bereits seit zwei Jahren das Matterhorn an, um es auf die Kinoleinwand für Shades zu bringen.

Anfang Mai konnte ich mit Giulia, Liv und Lori dieses Projekt umsetzen und dieses kleine Video 4 Girls and a Matterhorn ist dabei entstanden. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit super netten Menschen. Ohne jeglichen Druck, nur aus der Freude am Tun, waren wir gemeinsam am Matterhorn. Jede von uns hatte bereits Jahre davon geträumt, einmal die Ostwand zu befahren. Dass wir ausgerechnet in einem reinen Frauenteam vor Ort waren, machte es nochmal spezieller…

Durch meine Erfahrungen am Matterhorn kann ich dem Produktionsteam wertvolle Informationen geben, die in der Planung eines solchen Projekts unerlässlich sind.

Die Vorbereitungen für das Matterhorn laufen. Nadine ist zurück aus Alaska. Die Crew steht bereit. Nun soll nur noch das Wetter mitspielen. Das Zeitfenster ist ab Montag dem 23. Mai angesetzt. Sandra liebäugelt damit, bereits am Sonntag in die Schweiz zu fahren, da der Wetterbericht Tage zuvor den Montag als besten Tag ansetzt. Doch ändert sich das Wetter ständig, die guten Wettertage verschieben sich nach hinten. Gut für uns, denn ich muss am Sonntag noch arbeiten, Nadine ist noch im Jet-lag von AK. Wir beide sind noch nicht bereit…

Freitag 20. Mai. Ich fahre mit dem Rad in die Stadt. Plötzlich ein Stich ins Knie. Wie so oft klemmt sich ein Gelenkkörper ein und verhindert weitere Bewegung. Diesmal wird es nicht gleich wieder besser. Das Knie schwillt an, ich bleibe bewegungseingeschränkt. Ich telefoniere mit Nadine, wir reden über ihre Abenteuer in AK, beifällig teile ich ihr meine Beschwerden mit, doch denke ich dass sich dies wieder verflüchtigt. Am nächsten Tag dann aber die Erkenntnis, nein, mein Körper schafft das nicht. Für solch ein Projekt muss ich topfit sein und das bin ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Das Knie ist weiterhin bewegungseingeschränkt, also muss ich Nadine und Sandra absagen. Es tut mir leid, im speziellen für Nadine, denn ich falle als Bergpartnerin aus. Und trotzdem macht sich eine Erleichterung breit, denn ich weiß welch große Belastung die Filmerei ist. Zum körperlichen Aspekt kommt auch die mentale Herausforderung und der große Druck hinzu nicht zu scheitern. Die äußeren Faktoren wie Wetter, Schneeverhältnisse etc spielen eine wesentliche Rolle, es ist ein nervenaufreibendes Spiel. Und eigentlich verdiene ich bei dem ganzen keinen Cent, denn das Sponsorengeld fließt in die Produktion. Ist es das wert? Im Herbst auf vielen Kinoleinwänden, im Fernsehen, Internet präsent zu sein, kurzen Ruhm zu genießen, im Mittelpunkt stehen? Ist es das was ich will? Ich kenne das ganze Prozedere von vor zwei Jahren. Natürlich schön, doch bin ich keine Person die im Mittelpunkt stehen muss. Das bin nicht ich. Durch mein Können und die Freude am Tun habe ich es im skifahrerischen Bereich bis an die Spitze geschafft. Als Endergebnis in dem hochwertigen Skifilm PURE vertreten zu sein ist natürlich ein großes Privileg und an dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Sandra für ihr Vertrauen bedanken! Sie hat im Skifilmbusiness durch harte Arbeit unglaubliches geschafft! Warum ich das alles bis dato so gemacht habe wie ich es tat – ganz einfach, weil ich es immer gerne gemacht habe. Schließlich habe ich das Privileg entscheiden zu können was ich in meinem Leben anstelle. Bis dato war eben das Skifahren ein sehr wichtiger Bereich…

Am Montag geht es für mich zu meinem Vertrauenskniearzt Dr. Fink. Wieder eine Spritze. Er meint wenn es bis zum Ende der Woche nicht besser wird, muss es wohl eine weitere Athroskopie werden…

Solange will ich nicht warten, denn die Zeit drängt. Am nächsten Freitag will ich mit Nadine und Andi nach Peru fliegen. Das habe ich noch nicht aufgegeben…

Ich fahre ins Krankenhaus nach St. Johann. Da ich spüre dass ich wieder unters Messer muss fahre ich auf eigene Faust dorthin. Eine weitere Operation in der Privatklinik kann ich mir finanziell nicht leisten, da mein Knie aus der Versicherung ausgeschlossen ist… Das KH St. Johann hat einen guten Ruf und ich möchte nicht auf die Uniklinik in Ibk…

Mittwoch 25. Mai 2016. Wie es der Zufall will hat an diesem Tag Dr. Haslauer Dienst, der mich später operieren wird. Nach Untersuchung und Röntgen steht fest, ich muss unters Messer. Und das so schnell wie möglich😉 Noch immer habe ich Peru nicht abgehakt. Mit Glück bekomme ich für Montag den 30. Mai einen OP-Termin in der Tagesklinik…

Bis Montag bin ich noch unentschlossen ob ich die Ski mitnehme oder auch das Bike oder einen Kulturtrip mache, oder, oder, oder… Daheim bleiben, no way. Was die Entscheidung noch verhärtet ist, dass ich keine Reisestornoversicherung abgeschlossen habe. Wir hatten 3 Wochen vorher gebucht, was soll da schon passieren…?

Die Tage bis zur OP verbringe ich mit Freunden. Zwei gemütliche Tage klettern, 1x am Wasser in Stams und 1x in Imst. Easy Touren, Balsam für die Seele mit Freunden in der Natur unterwegs zu sein. Sonntag Besuch bei Pia und Montag dann ins Krankenhaus…

Montag 30. Mai 2016

Das Prozedere ist mir bekannt. Schließlich habe ich schon viele Operationen hinter mich gebracht. Nüchtern bis zur OP bleiben, warten.

Im Wartezimmer ist eine etwas verwirrte, alte Dame, die die Krankenschwester nervt, denn sie befolgt nicht deren Anweisungen… Ach herrlich, wie im Kindergarten…

Bis 10.30 Uhr muss ich warten bis ich in den Vor-OP-Saal gebracht werde. Dort wird mir eine  Infusion gelegt. Es muss 11 Uhr sein, als ich in den OP-Saal geschoben werde und nach kurzer Inhalation geht es auch schon ins Land der Träume…

Eine Vollnarkose ist immer eine große Belastung und bringt den Kreislauf so richtig durcheinander. Gegen 14.30 Uhr erwache ich das erste Mal, doch ich bin noch viel zu schwach und mir ist schwindlig. Adieu, ich sacke wieder ab…

Im Laufe des Nachmittags kommt der operierende Arzt. Diagnose: drei freie Gelenkkörper wurden im Knie entfernt. 4 Wochen Sportpause. Kein Mountainbiken, keine anspruchsvolle sportliche Betätigung. Boom. Schlagartig ändert sich alles. Mir wird bewusst wie sehr ich es übertrieben habe die letzten Wochen und Monate. Zwar habe ich auf wertvolle Sportpausen geachtet, aber es war wohl doch einfach alles zu viel. So fühlt sich auch mein Körper an – fertig.

Die Schmerzen sind trotz Schmerztabletten nicht angenehm, das Knie ist extrem geschwollen. Ich habe trotzdem das OK, dass ich am Freitag fliegen kann. Ich werde eingedeckt mit Thrombosestrümpfen-, und spritzen, Pinzette und Messer zum selbstständig die Fäden ziehen…

Gegen 18 Uhr werde ich aus der Tagesklinik entlassen. Meine Eltern holen mich dankenswerterweise ab und ich fahre mit Dad nach Hause. Es regnet sehr stark und ich bin noch total fertig. Zuhause ins Bett, wo sich in der Nacht die Nachwehen der Narkose bemerkbar machen. Es dreht sich alles, Schmerzen, da muss ich durch…

Das war nun meine siebte Knie-OP und somit auch meine siebte Vollnarkose. Doch diese hat es in sich. Es dauert über eine Woche bis ich wieder halbwegs normal bin. Lange kämpfe ich trotz Schmerztabletten mit Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen…

Am Mittwoch den 1. Juni bin ich zwar gesundheitlich noch ziemlich angeschlagen, doch meine Freundin und Physiotherapeutin Claudia hat mir einen Termin bei ihr verschafft. Den möchte ich gerne wahrnehmen. Zuerst muss ich allerdings testen, ob ich überhaupt Auto fahren kann. Es geht und somit verabschiede ich mich von meinen Eltern und fahre wieder Richtung Nordtirol… Die Behandlung ist Gold wert, danke Claudsch!

Die nächsten Tage bin ich immer noch auf Krücken unterwegs. Obwohl mir der Arzt Belastung erlaubt hat fühlt es sich überhaupt noch nicht danach an. Und so halte ich mich mal zurück…

Die Tage nach der OP und vor dem Abflug sind mit vielen Gedanken behaftet. Doch mein Körper gibt mir jene Signale, wo ich gar nicht weiter überlegen brauche. Die Narkose zeigt immer noch Nachwehen, das Knie schmerzt. Keine Chance das ich fliege. Auch kein Strandurlaub dort. Die Anstrengungen in der Luft und zu Land, es ist sinnlos… Somit entscheide ich am Donnerstag schweren Herzens nicht nach Peru zu fliegen…

Andi und Nadine kommen auf Kurzbesuch. Holen noch ein paar Dinge ab. Für Joshua unseren peruanischen Freund habe ich noch kurzerhand von meinem Hardware Kooperationspartner Stubai Bergsport 100 Bohrhaken organisiert, damit er dort einen Klettergarten einrichten kann. Das war meine Mission… Ich hoffe ich werde bald Bilder sehen bzw. irgendwann wieder nach Peru reisen. Es ist einfach ein wunderschönes Land, so vielfältig mit so vielen lebensfrohen Menschen… Ich werde sie vermissen meine zwei amigos, jedoch weiß ich auch, dass jene anspruchsvollen Berge die geplant sind, für meinen Fuß nicht machbar gewesen wären… Erinnerungen werden wach an die letztjährige gemeinsame abenteuerreiche und intensive Zeit in Peru… Nun habe ich genügend Zeit zum nachdenken… Buon viaje mi amigos! Passt auf euch auf!!!! Ich werde euch vermissen!

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#dreamteam: Nadine, Mel, Andi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back @ Chx…

Nach der Matterhorn Aktion sind wir wieder zurück in Chamonix. Ausschlafen ist für den nächsten Tag angesagt. Lori ist bereits wieder motiviert etwas zu machen, ich hingegen bin froh über den Pausetag. Rücken und Knie schmerzen. Das Wetter ist gut gemeldet für die nächsten Tage, somit planen wir eine Tour für das Wochenende. Liv wird uns begleiten. Wir lassen uns von ihr inspirieren, denn sie kennt die Gegend bestens hier. Die Entscheidung fällt auf die Corvercle Hütte und das Angelique Colouir…

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In der Bildmitte das Angelique Colouir (schmale Rinne)

 

Lori versucht auf der Hütte einen Schlafplatz zu reservieren. Trotz ihrer sehr guten Französisch Kenntnisse bekommt sie leider eine Absage. Doch wir haben Glück. Liv kennt den Hüttenwirt und siehe da, wir dürfen doch dort nächtigen. Vitamin B hilft bekanntlich immer ;)…

Samstag 7. Mai 2016

Es ist ein wunderschöner Tag. Strahlend blauer Himmel, milde Temperaturen. Perfekt. Vor der Aiguille di Midi Bahn reiht sich eine unfassbar lange Schlange an Menschen. Kaum zu glauben, so viele Touristen! Wir treffen Liv am Bergführerschalter, sie organisiert Platzkarten. Leider habe ich meine Ec-Karte vergessen und habe nur die Kreditkarte bei mir. Blöderweise habe ich nicht bedacht, dass ich ja eine neue Karte besitze und ich dafür den Code nicht weiß. Ich tippe fälschlicherweise 2x den falschen Code ein, bis mir dies wieder in den Sinn kommt. Ohne Geld, schwierig. Jedoch haben Liv und Lori genügend Moneten, dass wir über die Runden kommen sollten. Wie sich später herausstellt, kann man auf der Hütte mit Plastikgeld bezahlen, also alle negativen Gedanken umsonst😉

Liv bezirzt den Liftler und fragt nach, ob wir nicht schon früher mit der Bahn hoch fahren können. Ansonsten müssten wir nämlich eine Stunde warten… Gutes Karma, er lässt uns durch…

Wir fahren mit der Bahn hoch. Wie immer eindrucksvoll das sensationelle Panorama, die zerfurchten Gletscher, die freistehenden Felsnadeln…

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Abfahrt über den Glacier du Geant bis zur Abzweigung Refuge du Couvercle. Anfellen und Kleidung entledigen. Es ist brütend heiß an diesem frühen Nachmittag. Die Mädels gehen in ihren Leggins, schaut lustig aus, macht aber Sinn bei dieser Hitze. Ich nehme mir Zeit, Liv und Lori steigen schneller auf. Genieße die Ruhe und die Langsamkeit um die faszinierende Umgebung aufzusaugen. Wunderschön hier!

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Grandes Jorasses

 

Weiter oben warten die Mädels auf mich. Es ist nicht mehr weit bis zur Hütte. Als wir unser heutiges Ziel erreichen, sind bereits viele Bergsteiger vor Ort, trocknen auf der Terrasse ihre Felle, ihre stinkigen Schuhe etc… Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre…. Die Aussicht – sensationell!

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Photo: Lorraine Huber

 

Wir verbringen den Nachmittag mit dehnen, lesen, Tour planen. Untergebracht sind wir in einem Massenlager mit ca 40 anderen Personen. Na bravo. Das kann ja heiter werden…

Pünktlich um 19 Uhr gibt es Abendessen. Köstliches Hüttenessen, sehr lecker! Unsere Tischnachbarn fragen uns wo wir hin möchten. 80% der Bergsteiger hier wollen nämlich das Whymper Colouir besteigen. Wir haben andere Pläne. Allerdings müssen wir diese verwerfen, denn der Bergführer zeigt uns Bilder vom Angelique Colouir. Sieht nach einer durchfurchten Sluffbahn aus, wo es nicht unbedingt Spass macht abzufahren. Somit planen wir um und möchten am morgigen Tag den Col de Droites besteigen. Der Zeitplan bleibt gleich. 4 Uhr morgens Start. Juhuuu😉 (Ich bin einfach ein Morgenmuffel…)

Auf der Hütte herrscht Wasserknappheit. Daher gibt es nur Wasser aus der Plastikflasche und das Hütten-WC befindet sich unter freiem Himmel. Grundsätzlich kein Problem. Nur wenn die Blase öfters drückt ist der Weg weit…

Wir legen uns gegen 22 Uhr schlafen. Es gibt ein Schnarchkonzert deluxe. Wie immer kann ich nicht einschlafen, wenn es so laut ist. Dann drückt noch die Blase. 3x muss ich in der Nacht raus, neuer Rekord! OMG!

In den frühen Morgenstunden gibt es ein spärliches Frühstück. Hauptsache Nutella am Brot, dann ist der Tag schon gerettet. Wir starten in der Dunkelheit, jedoch sind die Umrisse der Berge gut erkennbar. Im Lichterkegel unserer Stirnlampen fahren wir bei harten Bedingungen einige Höhenmeter ab. Wir deponieren alles nicht brauchbare Material an einem Felsen, fellen auf und marschieren los. Eine fast meditative Stille, nur das Gleiten unserer Ski, Schritt für Schritt ist hörbar. Der Blick nach oben lässt eine Lichterkette von Bergsteigern im Whymper Colouir erkennen. Im Hintergrund leuchtet uns der Mont Blanc entgegen…

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Photo: Lorraine Huber

 

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Die Bedenken, dass die geplante Route nur über eine schmale, felsige Rinne passierbar sei, sind nun beiseite geräumt, da sich eine zusätzliche Aufstiegsvariante auftut. Dies war von der Hütte nicht einzusehen…

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Während der erste Abschnitt zwar hart aber gut bewältigbar ist, folgt eine Passage wo wir uns enorm quälen müssen. Ein Feld bestehend aus harten, gefrorenen Schneebällen über mehrere hundert Höhenmeter. Auch dies bringen wir hinter uns. Doch Liv und Loris’ Motivation scheint verflogen. Es ist 8 Uhr und die Beiden möchten nicht mehr weiter. Die Bedingungen sind einfach nicht sonderlich gut. Während ich langsam nachkomme und schon noch motiviert wäre, entscheiden wir gemeinsam umzudrehen. Es macht einfach keinen Sinn. Stattdessen setzen wir uns in die Sonne und fahren bei recht passablen Schneebedingungen ab. Uns steckt auch noch die Anstrengung vergangener Tage in den Beinen, manchmal sind Pausen einfach goldwert…

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Photo: Lorraine Huber
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Photo: Lorraine Huber
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Liv / Photo: Lorraine Huber

 

 

 

Am Ende des Mer de Glace treffen wir durch Zufall auf Livs’ Freund Nils. Gemeinsam steigen wir über die mehreren hundert oder sind es tausend (?) Stufen zur Gondel. Ich sollte mal zählen, dann weiß ich das auch…😉

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Mel, Lori, Liv

 

Vor dem Einstieg zur Montenvers Bahn noch ein Hoppala. Mein Skiticket war nur für den gestrigen Tag gültig. Somit leuchtet es rot beim Durchgang. Sich blöd stellen hilft immer… Der Liftler weist mich zurück und bittet mich zu bezahlen. Als ich von den anderen Geld holen will und zurück komme hat er doch Mitleid mit mir und lässt mich gratis durch😉 Glück gehabt – merci beaucoup monsieur!

Wir lassen den Tag gemütlich auf der Terrasse vom Moo’s ausklingen. Nat schaut mit einem jungen Mädel vorbei auf die sie aufpasst, schön war’s danke!

Die Vorstellung bei diesen warmen Temperaturen wieder in die Skitourenschuhe zu müssen ist mir ein Gräuel. Somit spaziere ich barfuss durch die Straßen. Wie herrlich…

Den nächsten Tag verbringen wir beim Klettern am Fuße des Mont Blanc im Klettergarten Les Gaillands. Traumhaft gelegen und easy zugänglich. Perfekt für Körper und Geist, doch ich merke, dass mein Körper eine Pause benötigt. Ich war einfach sehr viel unterwegs die letzten Monate, ich bin müde. Am nächsten Tag geht es zurück in die Heimat…

Danke Lori & Liv, es war eine super Zeit!!!!

 

 

 

Skiing the Matterhorn

Das Matterhorn. Ein sehr geschichtsträchtiger Berg. Das Wahrzeichen der Schweiz. Für mich persönlich einer der wohl schönsten Berge in den Alpen. Der bekannteste Berg ist er auf alle Fälle, denn schließlich gibt es sogar eigene Schokolade davon, die übrigens ausgezeichnet schmeckt ;)  Seit Jahren übt das Horu, wie es von den Einheimischen bezeichnet wird, eine starke Anziehung auf mich aus. Mit Skiern die Matterhorn Ostwand abzufahren ist schon lange auf meiner ski-to-do-list, doch hatte es bis dato noch nie funktioniert. Aus vielerlei Gründen…

Diesen Winter war ich bereits zweimal mit Friend und Bergpartnerin Nadine Wallner vor Ort, um die Befahrung an der 45 Grad steilen Ostwand zu machen, jedoch scheiterte es immer an der Schneeknappheit. Eine Befahrung schien bis Ende April unmöglich. Für den Film “Between” von Shades of Winter sollte das Matterhorn auf die große Leinwand, ein neuerliches Zeitfenster wurde für Ende Mai anvisiert… Doch wie so oft im Leben kommt alles anders und things happen for a reason…

Wie es der Zufall will befinde ich mich Anfang Mai gemeinsam mit Lorraine Huber in Chamonix und wir treffen auf Giulia Monego (eine der besten Skialpinistinnen) und Liv Sansoz (französische Klettererin). Dann kommt noch ein Mann ins Spiel: Roberto Rossi (Bergführer aus dem Aostatal, Bekannter von Giulia und Lori). Er will bereits seit 15 (!) Jahren das Matterhorn befahren. Nun sei der richtige Zeitpunkt. Er hatte die beiden Mädels bereits vor ein paar Tagen gefragt, ob sie ihn begleiten würden. Jedoch möchte er von der italienischen Seite aufsteigen. Da die Lifte dort nicht mehr in Betrieb sind, ich den Schweizer Aufstieg bis zur Hörnlihütte kenne, dort die Bahnen noch laufen und wir im gemütlichen Winterraum der Hörnlihütte nächtigen können – warum sollen wir es uns schwer machen?

Und so fahren wir am 4. Mai von Chamonix nach Zermatt. Ich halte meine Erwartungen niedrig, denn so ist eine Enttäuschung auszuschließen… Der 3. Versuch in diesem Frühjahr sollte hoffentlich klappen…

Wir fahren am frühen Vormittag mit dem Zug gemütlich von Täsch nach Zermatt. Mit dem Bus geht es weiter zur Matterhorn Bahn. Auffahrt mit der Gondel. An der Station des Trockenen Steg können wir das Matterhorn in der Frontalansicht begutachten. Und da wollen wir hinauf und hinunter fahren? Von dieser Perspektive sieht es schon recht eindrucksvoll aus… Doch zumindest sehen die Schneeverhältnisse viel besser als die letzten Male aus…

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Photo: Giulia Monego

 

 

Um noch ein paar Höhenmeter zu sparen, versuche ich mich am Drehkreuz des Schleppliftes vorbei zu schleichen, doch der Liftmann bemerkt dies und kommt aus seinem kleinen Liftlerhaus heraus. Anschiss kassiere ich keinen, aber er verlangt 8 Franken für die Fahrt. Letztendlich hat nur Lori die genaue Summe an Kleingeld für ihn, Giulia zahlt 5 Franken, Liv 7.50, bei mir waren es glaube ich 6 Franken die ich noch in der Hosentasche hatte…

Auf halber Höhe steigen wir aus und queren im Angesicht des Matterhorns den Furg-, und Theodulgletscher.

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Photo: Melissa Presslaber

 

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Photo: Melissa Presslaber

 

Wir steigen auf zur Hörnlihütte und erreichen somit unser heutiges Ziel auf 3260m. In der Sonne trocknen wir unsere Socken und lüften unsere Innenschuhe. Mittels Gaskocher beginnen wir Schnee zu schmelzen und blicken Richtung Matterhorn…

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Photo: Liv Sansoz

 

Giulia hat mit Roberto Telefonkontakt. Er ist von der italienischen Seite aufgestiegen und ist nun mit zwei weiteren Italienern im Bivaco Bossi. Sie planen noch heute die Ostwand aufzusteigen und die Nacht in der Solvayhütte zu verbringen. Für uns keine Option. Gegen 17 Uhr können wir die drei Männer beobachten, wie sie aufsteigen und recht zügig voran kommen. Die Verhältnisse sehen gut aus…

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Photo: Melissa Presslaber

 

Währenddessen gibt es bei uns etwas warmes essen. Delikatessmenü von LYO. Travellers’ Lunch vom Feinsten. Hatte Liv mitgebracht. Kann ich echt empfehlen🙂 Lightweight und lecker! Der Rucksack wird für den nächsten Tag vorbereitet und gegen 20 Uhr legen wir uns bereits schlafen. Tagwache wird um 3.30 Uhr sein. Draussen ist es noch hell und ich kann natürlich nicht gleich einschlafen. Außerdem brummt mir der Schädel. Habe wohl wieder mal zu wenig getrunken…

Gegen 3.30 Uhr klingelt der Wecker. Mei, ich bin ja gerade erst eingeschlafen. Aufstehen, frühstücken, fertig machen und los geht’s. Zu dieser Zeit funktioniere ich meist noch ferngesteuert, aber es funktioniert😉

Um 4.15 Uhr verlassen wir den Winterraum, fahren ein kurzes Stück ab, fellen auf und steigen bis zu einem großen Felsen auf, wo wir überflüssiges Material für den weiteren Aufstieg, wie Schlafsack und Co deponieren. Somit ist der Rucksack gleich wieder um ein paar Gramm leichter. Steigeisen dran und weiter geht’s.

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Photo: Lorraine Huber

 

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Photo: Giulia Monego

 

Giulia spurt, Liv hinterher, danach Lori und last die Mel. Über den Bergschrund sichern wir in der jeweiligen Seilschaft, danach geht es wieder seilfrei weiter. Es geht gut voran.

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Photo: Lorraine Huber

 

Ich bin dankbar dass Giulia und Liv die Spurarbeit übernehmen. Der eigentlichen Plan über eine Rinne bis zur Schulter auf 4200 m aufzusteigen wird verworfen, nachdem die zwei Mädels vor Ort zu wenig Schnee vorfinden. An eine Abfahrt ist hier nicht zu denken. Somit queren wir Richtung Solvayhütte und steigen dort so weit wie möglich nach oben. In den frühen Morgenstunden haben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang gesehen, das Matterhorn leuchtet uns entgegen und der Blick Richtung Italien ist einfach nur sensationell…

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Photo: Melissa Presslaber
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Photo: Melissa Presslaber
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Photo: Melissa Presslaber
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Photo: Melissa Presslaber

 

Diese Momente gilt es aufzusaugen. Schließlich sind es die vielen einzelnen gesammelten Momente in unserem Leben, die unser Leben so lebenswert machen…

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Photo: Melissa Presslaber
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Photo: Lorraine Huber

 

Es ist 8.15 Uhr als die drei Italiener in die Ostwand einfahren. Ich verstehe nicht ganz warum sie nicht noch ein wenig zuwarten, denn die Schneeverhältnisse sind noch hart, Spass macht die Abfahrt wohl noch nicht. Außerdem befindet sich Lori und ich noch im Aufstieg und sie lösen oberhalb von uns Schnee ab. Nicht gerade angenehm wenn man sich noch im Aufstieg befindet… Hier ihr Video das sie Tage später online gestellt haben:

 

Auf einer Höhe von 4050m bereitet Giulia unterhalb eines Felsens einen Stand vor. Liv ist auch bereits dort, Lori und ich folgen ein wenig später. Wir machen uns bereit für die Abfahrt. Giulia fragt in die Runde wer als Erstes fahren möchte. Natürlich soll sie als Erste fahren, schließlich hat sie die ganze Spurarbeit geleistet!

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Photo: Melissa Presslaber
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Photo: Melissa Presslaber

 

Der erste Schwung verläuft etwas zurückhaltend, aber danach ist sie im sogenannten “Flow”, reiht kontrolliert einen Schwung an den anderen. Ich folge ihr. Fühle mich gut. Bin konzentriert. Im Moment. Alles bestens. Für Liv ist es sozusagen die erste “Steilwanderfahrung” und dann gleich das Matterhorn. Doch als ehemaliger Kletterprofi und Basejumperin ist das für sie gut machbar. Schließlich ist sie auch eine super Skifahrerin! Wir motivieren sie und sie macht das bestens! Lori folgt auf Liv. Sie schwingt kontrolliert die Wand hinunter. Wir bleiben immer wieder stehen, um uns gegenseitig zu fotografieren und filmen. Wir harmonieren perfekt als Team. Jede einzelne von uns weiß, was es zu tun gilt, es macht Spass mit den Mädels dieses einzigartige Erlebnis zu teilen.

Die Schneeverhältnisse sind etwas wechselhaft, teilweise trifft man auf ein paar verdeckte Steine knapp unterhalb der Schneeoberfläche, es gilt konzentriert zu bleiben.

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Rider: Melissa Presslaber / Photo: Giulia Monego

 

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Rider: Giulia Monego / Photo: Lorraine Huber

 

Nach dem Bergschrund ein Jubelschrei von uns allen, yes, wir sind das Matterhorn gefahren. Habe ich zu diesem Zeitpunkt noch ehrlich gesagt nicht ganz realisiert. Ich freue mich irgendwie, aber halte mich mit meinen Emotionen doch etwas zurück…

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Das Team: Melissa Presslaber, Lorraine Huber, Liv Sansoz, Giulia Monego

 

Wir sammeln das hinterlegte Material ein, fahren gemeinsam bis nach Furi, wo so richtig die Oberschenkel brennen und wir uns auf der Sonnenterrasse eines Restaurants wohlverdient Rösti und Radler gönnen. What a day! Wir waren einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort! Danke Mädels, es war mir eine große Freude!

Es ist ein kleiner Film entstanden, der diesen Tag unvergessen macht und zeigt mit welcher Freude wir gemeinsam unterwegs waren. Here we go – enjoy watching:

 

Danke an die Jungs von http://www.whiteroom-productions.com, im Speziellen an Joi der uns dieses tolle Video geschnitten hat!!!!

Und hier noch ein sehr lesenswerter Bericht von Giulia Monego, die in einem emotionsgeladenen Artikel ihre Erlebnisse beschreibt:

http://www.planetmountain.com/en/news/snow-ski-skimountaineering/matterhorn-east-face-ski-descent-in-the-right-place-at-the-right-time.html

 

 

 

Chamonix

Mai 2016

Chamonix gilt wohl in den Alpen als das Epizentrum des Alpinismus. Das ganze Jahr über. Die Berge hier sind für viele Menschen ein großer Abenteuerspielplatz, das Disneyland für Erwachsene die ihr Ego in den unterschiedlichsten sportlichen Bereichen befriedigen “müssen”. Die Aguille di Midi Bahn erleichert den Einstieg in die alpine Welt. Hier trifft sich im Winter die Steep-Skiing Szene. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier das Limit weit nach oben gepusht, bei allen Verhältnissen wird hier steil gefahren…

Gemeinsam mit Skifriend und Bergans of Norway Teamkollegin Lorraine Huber habe ich für Mai ein zehntägiges Zeitfenster vereinbart, in dem wir den Verhältnissen entsprechend ein paar spannende Lines fahren wollen. Davon gibt es schließlich in Chamonix genügend…

 

Lori hat uns eine gratis Unterkunft beim Bergführerfreund Roberto Rossi organisiert, fünf Gehminuten zur Aiguille di Midi Bahn entfernt, mit Blick zur Midi und auf den Bossons Gletscher. Perfekt, besser könnte es nicht sein! Vielen lieben Dank nochmal dafür!

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An der Aiguille di Midi Bahn ist es immer ein “Sehen und Gesehen werden”. Männliche wie weibliche BergsportlerInnen werden von oben bis unten gemustert. Hier sieht jeder aus wie ein Profi, ausgestattet mit bestem Equipment. Jedoch trennt sich meist die Spreu vom Weizen beim Abstieg über die ersten Meter von der Bergstation. Links und Rechts gibt es ein Halteseil, damit auch die Nicht-Berggänger den Abstieg schaffen… Immer wieder interessant was sich hier abspielt…

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Der Wind bläst sehr kräftig und es ist bitterkalt. Am ersten Tag sind wir gemeinsam mit Nat Seagal unterwegs. Eine befreundete australische Freeriderin, die ihre Homebase in Chamonix hat und eine cooles Abenteuermädel ist…

Über Nacht hatte es viel geschneit, doch auch der Wind hatte seine Spuren hinterlassen. Die anfängliche Motivation verflog als wir nach dem Spuren Richtung Vallee Blanche bei Plattenpulver abfuhren. Doch auch wenn der Schnee sehr abwechslungsreich und herausfordernd war. Allein in dieser unglaublich schönen Szenerie unterwegs sein zu dürfen, zieht immer wieder eine große Dankbarkeit mit sich…

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Den Skitag beenden wir früher als gedacht. Die gefühlten tausend Stufen zur Montenvers Bahn sind immer wieder eine Art von kurzer Meditation. Hier kann man entweder Stufen zählen oder das Erlebte Revue passieren lassen…

Bei Moo’s gibt es was leckeres um unseren Hunger zu stillen, herrlich, die Sonne und die warmen Temperaturen…

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Am zweiten Tag ist das Wetter zwar in der Früh noch gut, jedoch zieht es bald zu und da wir für die nächsten Tage etwas Großes planen, widmen wir uns den Spaltenbergungstechniken im Grünen. Übung macht den Meister und keine Übung ist einfach nicht gut…

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Am Abend treffen wir dann Giulia Monego (gemeinsame Freundin von uns und wohl eine der besten Skialpinistinnen die ich kenne) und Liv Sansoz (französische Kletterpro), um für die Matterhorn Ostwand zu planen…

Kraspestal…

Ende April und der Winter meint es immer noch gut mit uns. Am Abend kommt eine sms von Birgit, ob ich sie zur Kraspesspitze begleiten wolle. Da ich noch nichts geplant habe, sage ich einfach zu. Bin mal froh, wenn ich nicht eine Tour plane, sondern einfach nur mitmarschiere…

Wir sind eine heitere Damenrunde. Birgit, Susi, Andrea und Mel. Wir parken in Haggen und sind doch etwas überrascht über den vollen Parkplatz. Es ist Samstag, nach dem Neuschnee der letzten Tage könnte es ein guter Tag werden…

Je weiter wir Richtung Ende des Kraspestales kommen, desto mehr überkommt mich und Birgit das Bedürfnis fern der Masse aufzusteigen und doch etwas anderes zu machen. Das Abfahrtsvergnügen über die Normalabfahrt ladet nicht ein und so fellen wir ab, fahren ein paar Höhenmeter auf hartem Schnee ab, queren den Hang und steigen Richtung Schöllekogel auf. Wir entdecken eine interessante Rinne für die Abfahrt. Somit steigen wir dort auf, genießen feinsten Powder übergehend auf Firnschnee. Besser hätte es nicht sein können… Den Tag klingen wir mit einem klassischen Einkehrschwung in einem Gasthaus in Haggen aus… Scheee gmiatlich woars🙂

 

 

 

Roadtrippin’ again…

Mit Nadine on tour again. Es hatte in den Westalpen gut geschneit, das Matterhorn sah auf der Webcam auch besser als sonst aus, daher wollten wir die nächsten Tage nutzen, um uns das Matterhorn nochmals aus nächster Nähe ansehen. Schließlich hatten wir diese Woche unser Zeitfenster für den nächsten Film von Shades of Winter… Das Matterhorn, wenn es die Bedingungen zulassen, soll auf die große Leinwand kommen… We will see…

Motiviert fahren wir nach Zermatt, mit der Gondel hoch zum Trockenen Steg. Doch schon von der Weite erkennen wir, das wird nichts. Zu wenig Schnee. Sogar noch weniger als vor zwei Wochen als wir hier waren. Es macht keinen Sinn zum Winterraum der Hörnlihütte aufzusteigen bzw. weiter in die Wand…

Somit entscheiden wir am späten Nachmittag wieder nach Zermatt zu fahren, um für den nächsten Tag eine Skitour zu planen. Wir fahren nach Herbriggen zu Rosi. Mehrere Möglichkeiten gibt es. Da das Wetter jedoch die nächsten Tage umschlagen und wir daher weiter nach Finale zum klettern fahren wollen, entscheiden wir, am Simplonpass eine Skitour zu machen…

Na ja, der nächste Tag kommt dann wieder mal anders als geplant😉 Wir fahren Richtung Simplonpass bei herrlichem Wetter. Jedoch je näher wir dem Pass kommen, desto mehr türmt sich vom Süden die Föhnmauer auf. Am Pass dichter Nebel. Wollen wir bei schlechter Sicht im Nebel Skitour gehen? Neeeeein😉 Somit fahren wir gleich Richtung Finale Ligure weiter… Dort erwartet uns herrliches Wetter, sommerliche Temperaturen, das Meer, dolce vita – herrlich!

Die nächsten Tage genießen wir klettern am Meer, in der Nähe von Finalborgo, essen gelati und Pizza, chillen und genießen das Leben – la vita e bella🙂

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Nadine…
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Mel…

Melissa Presslaber *** Professional Freeskier / Freeski Mountaineer ***

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