Skitrip to Japan…

Skiing – Sushi – Onsen (heiße Quellen) – eat – sleep – repeat… So könnte man unseren Japan -Skitrip kurz zusammenfassen…

Aber ich hole mal aus, denn ich schreibe ja gerne…

Die Möglichkeit zu reisen und die Welt zu entdecken ist ein unglaubliches Privileg. Für dies bin ich sehr dankbar. Um die halbe Welt zum Skifahren zu jetten ist zwar nicht gerade förderlich für den fortschreitenden Klimawandel, trotzdem bin ich überzeugt davon, dass wir reisen sollten, um unserer Seele Gutes zu tun, unser Blickfeld zu weiten, offen für die Welt zu sein und in neue Kulturen einzutauchen…

Die Fröhlichkeit, das Lachen, die Ruhe und Ausstrahlung unseres japanischen Hosts wird in Erinnerung bleiben…

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Verena, Mel, Anna, Teresa und unsere japanischen Gastgeber…

 

Doch nun von Anfang an…

Japan. Das Land der aufgehenden Sonne und das Land der Träume für jeden Skifahrer. Welcher powderverrückte Mensch träumt im Winter nicht davon, jeden Tag Tiefschnee zu fahren und Spass in der Natur zu haben. Viele Skivideos von Japan sind dank des WWW auf unseren Computern zu sehen, also auf nach Japan…

Gemeinsam mit meinen Friends Teresa, Verena & Anna geht es im Februar nach Japan. Unser Zeitfenster ist knapp, da meine Semesterferien leider nur 10 Tage andauern. Dh Freitag 10.2. vormittags noch Unterricht in der Schule, am Nachmittag dann per Flieger nach Tokio…;)

Teresa und Anna sind bereits zwei Tage früher nach Japan geflogen, um Tokio zu erkunden. Für Verena und mich geht es von München via Direktflug in 11,5 Stunden nach Tokio. Die erste Herausforderung dort: mit Skigepäck durch Tokio City, um zum vereinbarten Treffpunkt mit Teresa und Anna zu gelangen. Wir hätten direkt vom Flughafen mit dem Bus nach Hakuba fahren können. Nein, ausgemacht war, dass wir die Mädels in Tokio City, in der Nähe des größten Bahnhofes des Welt treffen 😉 Wäre ja sonst langweilig…

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Verena @Tokio City…

Gute 40 Euro kostet die Busfahrt von Tokio nach Hakuba. Es besteht die Möglichkeit direkt vom Flughafen das Gepäck an die Unterkunft zu schicken. Travel light, kostet ca. 25 Euro und funktioniert bestens. Teresa und Anna haben diese Variante genommen, für uns wäre das zu stressig gewesen, aber es funktioniert auch so bestens… Wir sind nicht die Ersten mit Skigepäck…

Dank der Busfahrt sehen wir die landschaftliche Vielfalt dieses Teiles von Japan. Wir sind in einer anderen Welt. Ein nettes japanisches Mädel hilft uns vom Bus aus, Kontakt mit unserer Unterkunft herzustellen, denn es ist schon spät und wir haben keine Ahnung wie wir dorthin kommen… Der Chef des Hauses holt uns persönlich am Busterminal ab und ist erstmal überfordert mit dem ganzen Gepäck. Doch irgendwie bekommen wir alles ins Auto und quetschen uns rein. Endlich Winter. Faszinierende Fahrt im Dunkeln, es schneit, links und rechts meterhohe Schneewände – wir sind angekommen…

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Unser Zimmer: Japanese style room mit dünnen Futonmatratzen am Boden, die ersten Nächte sind gewöhnungsbedürftig, da hart, aber man gewöhnt sich bekanntlich an alles…

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unser Zuhause für die Woche…

Sonntag, 12. Februar 2017

Tagwache bereits um 7.15 Uhr, obwohl ich ruhig noch länger schlafen hätte können. Der Jetlag lässt grüßen, aber dafür bleibt keine Zeit…

Japanese Style Frühstück mit Misosuppe, Kraut-,Muschelsuppe, Lachs, Ei & Reis, wir sind ready für den Tag…

Die Lage des Hauses – perfekt. Wir wohnen 5min zu Fuß vom Skigebiet entfernt. Ski in and out. What do you want more?

Das Tagesskiticket kostet 40 Euro. Powderlatten passen keine in die Skihalterung der Gondel, also Ski rein in die kleine Gondel…

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In Tsugaike ist Powder skiing im Skigebiet erst seit zwei Jahren erlaubt. Wir müssen uns registrieren, am Safety-Infoseminar von 10min teilnehmen und das DBD (Double Black Diamond) Skiarmband sichtlich tragen.

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Es ist nicht erlaubt unter den Ropes durchzufahren, denn ansonsten wird dir die Skikarte abgenommen. An diesem Sonntag ist sehr viel los, viele Leute möchten powdern und sind im Wald unterwegs. 30cm Neuschnee, juhuuu… Teresa kommt aus dem Wald geschossen, sie hat ihr erstes “Serau”, eine ziegenartige Säugetierart aus der Familie der Hornträger gesehen und ist voll happy. Erstes Ziel erreicht: einen Serau sehen…

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Nach zwei Fahrten haben wir bereits einen guten Überblick von den Möglichkeiten und fahren ins Northface, wo wir besten Powder finden… Eine große Spielwiese im Wald.

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Verena…
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Mel…
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Anna…

 

Herrlich… Mittagessen – Onsen (hot springs) – Abendessen – Schlafen…

 

Montag, 13. Feber 2017

Another ski day in Tsugaike. Gondel fährt bereits ab 8 Uhr morgens. Wir sind früh dort und finden noch genügend Powderturns. Wir sind wirklich ein nettes Team! Happy girls on tour…

 

Unterwegs im Zauberwald. Wir fotografieren und filmen uns gegenseitig. Mel gibt Gas, springt über ein Pillow und landet im Baum. Na bravo. War im Auslauf zu schnell unterwegs, hatte mich um ein paar cm verkalkuliert, bam-bam… Benötige ein paar Augenblicke um mich zu sammeln, Schulter, Brust und Kopf schmerzen leicht, aber soweit alles gut… Es geht Richtung Tal. Ich chille den Nachmittag über, der Kopf brummt immer noch leicht, aber ich bin froh, dass nichts gröberes passiert ist… We call it a day, die Mädels fahren später noch nach Hakuba City…

 

Dienstag, 14. Feber 2017

Ausschlafen. Oh wie herrlich! Die Mädels gehen im Tsugaike Backcountry auf Tour, für mich wird es ein lazy day. Kurzer Spaziergang in Otari, chillen im private Spa, Tourenplanung für den nächsten Tag, da sollte ich wieder halbwegs fit sein…

Am Abend essen wir gemeinsam im Haus. Frisch zubereitetes Sashimi, Sushi, Maki – wunderbares Essen, der Wirt unterhält uns, er hat immer ein Lächeln im Gesicht, ist fröhlich und alle Mitarbeiter sind extrem hilfsbereit. Zudem ist er laut ihm der beste Koch im ganzen Hakuba valley… Könnte stimmen, das Essen war wirklich bezaubernd!

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Mittwoch, 15. Feber 2017

Unterwegs im Backcountry von Hakuba Happo… Teresa ist wirklich nicht auf den Mund gefallen 😉 Während wir auf den Skibus warten, spricht sie einfach einen Aussie an, der gerade einen Gast mit dem Auto zum Skigebiet gebracht hat. Ohne zu zögern lädt er uns Damen ein und wir bekommen einen Insider Taxi Ride direkt zur Talstation…

Wieder müssen wir unsere Daten registrieren und zusätzlich unsere Tourenplanung angeben. Da wir keine konkrete Tour geplant haben, kommen wir mit der Angabe “Backcountry” durch 😉

An der Bergstation angekommen, weht ein kräftiger, kalter Wind. Wir sind nicht alleine. Eine Horde Menschen, sei es zu Fuß, mit Schneeschuhen oder Skitourenskiern kämpft sich den Berg hoch. Wer den Arlberg kennt – man könnte es mit dem täglichen Ansturm auf den Maroikopf vergleichen…

Teilweise sind es sehr starke Böen, die uns aus dem Gleichgewicht bringen. Die meisten gehen nicht weit, fahren die Standardabfahrt übers Backcountry ins Tal. Wir gewinnen an Höhe, teilweise lichtet sich der Nebel. Wir treffen einen Japaner auf Schneeschuhen, der uns frägt, ob wir da runter fahren wollen… “You are crazy”…

In der Ferne beobachten wir zwei Fahrer, die eine lässige Line fahren. Trotz des Windes, hat der Schnee wenig Spannung, die Oberfläche rutscht beim Ersten ein wenig mit, ansonsten scheint es stabil zu sein. Verena und ich sind motiviert in das Face einzufahren, Teresa und Anna zögern noch, kommen dann doch mit und sind dankbar dafür, denn die Abfahrt erweist sich als Volltreffer…

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Love my Fischer Ranger skis…
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Happy faces…

Wir fahren Richtung Tal und weiter Richtung Hakuba 47. Am Weg hinunter entdeckt Teresa wieder zwei Seraus, die Szenerie hier – beeindruckend!

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Mittagessen, Onsen, Abendessen und schon wieder ein Tag vorbei…

 

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ein weiterer Schönwettertag steht vor der Tür. Das Ziel steht fest. Wir fahren nach Goryu, denn ich hatte am vorderen Tag bereits ein paar lässige Möglichkeiten entdeckt, dies wollen wir heute versuchen… Nordseitig sind die Bedingungen noch sensationell. Wir sind überrascht, als wir während der Bergfahrt auf wenig verspurtes Gelände treffen. Wenig später wissen wir warum. Es ist nicht erlaubt, in diesem Skigebiet abseits der Pisten zu fahren, sonst droht eine Geldstrafe bzw. der Entzug der Skikarte…

Von der Bergstation geht es mit Fellen weiter. Wir sind hin und weg von diesem wunderschönen Panorama. AK in Japan. Große Berge mit interessanten Möglichkeiten…

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Wenig später packt Verena ihr neues Spielzeug aus. Ihre Drohne wird getestet und ja sie fliegt. Zwar nicht lange, da der Akku den Geist aufgibt, aber immerhin. Sind ein paar schöne Aufnahmen geworden…

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Am Gipfel ist zufällig ein Japaner, der zu Fuß den Berg hochgekommen ist. Er macht ein Erinnerungsfoto von uns…

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Teresa, Verena, Anna, Mel

Mit Fellen geht es ein paar Höhenmeter bergab, wir machen Pause und jausnen in dieser wunderschönen Umgebung…

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Gestärkt geht es weiter. Teresa und Anna wollen zum nächsten Serau abfahren, das sie im Wald gesichtet haben. Verena und ich nehmen uns zwei coole Lines vor…

Wir alle haben Spass und sind happy. Anna schlägt vor noch ein Schneeprofil zu graben, Verena hat ein cooles Pillow entdeckt…

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Kurzer Blick in die Schneedecke…
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Verena und ihr Pillow…

Weitere Beschäftigung, bevor es über den Talkessel und eine lässige Schlucht wieder Richtung Skigebiet geht. Teresa wartet an der Sonnenterrasse eines Restaurants auf uns, endlich gibt es was zu essen…

Wir beobachten das bunte Treiben im Skigebiet. Manche Leute sind verkleidet und mit Selfie Stick am skiing. Faszinierend finde ich, dass die Skischüler alle in gleichem Outfit gekleidet sind, damit wohl niemand verloren geht…

An der Talstation gibt es eine Reinigungsstation für die Ski. Wash&dry your skis. Auch noch nie gesehen…

Mit dem Bus geht es dann wieder retour zu unserer Unterkunft. Ab in den Spa, danach Essen – that was the day…

 

Freitag, 17. Februar 2017

Es regnet. So richtig ekliges Wetter heute. Perfekt für einen Ausflug zum Monkey Park in der Nähe von Nagano. Jigokudani Yaen-koen liegt auf einer Höhe von 850 m und befindet sich im Tal des Yokoyu Flusses in der Nähe von Shiga-Kogen. Es ist weltweit der einzige Platz, wo sich die japanischen Makaken in heißen Quellen baden…

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Samstag, 18. Februar 2017

Der letzte Skitourentag für uns. Leider. Verena hatte alles versucht, um ihren Flug umzubuchen, leider nein. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen…

Ein weiterer Tag im Tsugaike Backcountry. Hier findet man spielerisches Gelände. Oberhalb der Waldgrenze, weite Hänge. Je höher man steigt, desto anspruchsvoller wird es…

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Wir befinden uns oberhalb der Regengrenze. Hier hat es frisch geschneit. Allerdings fällt Nebel ein und die Sicht wird diffus. Ursprünglich wollten wir noch weiter aufsteigen, doch müssen wir den Plan verwerfen und auf ein kleines Wetterfenster für die Abfahrt hoffen. Kurzzeitig erscheint die Sonne. So können wir bei halbwegs guter Sicht im Powder abfahren… Another good day…

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Mel… Pic by Teresa…
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Teresa…

Am Nachmittag müssen wir uns noch um organisatorische Dinge kümmern. Zwei Skisäcke haben wir bereits zum Flughafen versandt, damit die Rückreise unproblematisch verläuft. Nicht verstandenes wird von netten japanischen Gästen an unseren Wirt übersetzt. Es sind alle sehr hilfsbereit hier!

Ein letztes Mal in den Onsen… Das werde ich vermissen! Und die beheizten Klobrillen mit Wasserrauschen und Vogelmusik. Hääää? Ja das gibt es nur in Japan…

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something special…

 

Sonntag, 19. Februar 2017

Tagwache um 5.45 Uhr. Unser Wirt und der Hilfskoch bringen uns mit 2 Autos nach Happo zum Busterminal. Sie verlangen keinen einzigen Yen dafür. Das ist Gastlichkeit! Es folgt eine herzliche Verabschiedung… So nette Menschen!

Weiter geht es mit dem Bus nach Nagano. Um 7.30 Uhr sollte der Bus dort ankommen. Doch er hat Verspätung. Um 7.38 Uhr fährt er am Busterminal ein. 4 Minuten haben wir, um mit 4 großen Taschen und 2 Skibags den Hochgeschwindigkeitszug nach Tokio zu erwischen. Teresa rennt zum Kofferraum des Busses, reißt unser Gepäck heraus. Gemeinsam laufen wir Richtung Bahnsteig. Durch den Ticketschalter hindurch, die Rolltreppen hinunter, hinein in den Zug. 10sec später, der Zug fährt ab. Was haben wir doch für ein Glück… Wir sitzen auf den falschen Plätzen, da wir mit dem ganzen Gepäck nicht quer durch den Zug laufen wollten. Somit ist es immer wieder lustig, denn wenn Leute zusteigen, sitzen wir meist auf ihren reservierten Plätzen…

Der Shinkansen Zug kann eine Geschwindigkeit von 320km/h pro Stunde erreichen. In 90 min sind wir bereits in Tokio. Erneut umsteigen. Ticket kaufen. Mit dem ganzen Gepäck weiter. Gegen 10 Uhr erreichen wir das Flughafenterminal. In der Ferne erblicken wir den Fujiyama, den heiligen Berg Japans…

Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Was für eine herrliche Reise in eine vollkommen andere Welt. Scheeeee woars! Danke an alle!

さよなら – sayonara Japan! Wir kommen hoffentlich wieder…

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Stunden später sitzen wir im Flieger auf dem Weg Richtung Heimat. Insgesamt sind es an die 17 h Reisezeit von Tokio nach Ibk. Otari – Flughafen Tokio: 3,5 h – 11,5 h Flug nach München – Autofahrt MUC-Ibk 2 h.

Wir sind am Sonntag morgen um 5.45 Uhr gestartet, Sonntag abend um 21.30 Uhr sind wir wieder gesund in Ibk. Ich falle todmüde ins Bett. Morgen um 7 Uhr aufstehen – back to reality – die Schule beginnt wieder 😉

 

Wissenswertes:

Es ist hilfreich genügend Bargeld mitzuführen, da es nur in größeren Städten ATM-machines gibt. In Otari, wo wir wohnten, hatte es keinen Bankomat. Viele Geschäfte und auch Restaurants nehmen nur Bargeld.

1000 Yen = 8,40 Euro

An der Liftkasse werden teilweise Kreditkarten akzeptiert.

Kosten Liftkarten:

42 Euro Tageskarte, 34 Euro Halbtageskarte, ca 10 Euro für eine Fahrt

Unsere Unterkunft in Otari: 2Stern Hotel Matsunoki-tei. Kosten für 8 Übernachtungen in einem Japanese Style Room, also Übernachtung am Boden mit Futon Matrazen: ca 230 Euro pro Person. Essen nicht inkludiert.

Die Fahrt mit dem Skibus ist leider nicht gratis. Skibustarif in Hakuba Valley: 4 Euro one way.

Das Essen ist megaaaa! Einfach ausprobieren – schmeckt alles hervorragend!

Hilfreiche Websites für die Skigebiete:

www.snowjapan.com

www.japanspecialists.com

www.happo-one.jp

www.steepdeepjapan.com

www.nadare.jp

www.mountainlife.jp

Nice surprise…

Es bestätigt sich immer wieder, dass man sich im Leben am besten nichts erwartet, um dafür immer wieder positiv überrascht zu werden… So geschehen auf der letzten Skitour im Sellrain. Der Winter ist bis dato ein Trauerspiel, aber es ist ja erst Februar… Jammern? Nein! Es ist ja trotzdem voll schön, das Privileg zu haben draußen in der Natur unterwegs zu sein…

Jedenfalls sind wir letzten Sonntag nichts erwartend von den Schneeverhältnissen im Sellrain auf Skitour gegangen und hatten bei der Abfahrt alle einen breiten Grinser im Gesicht. Es gilt immer wieder die Augen offen zu halten und zumindest bei der Abfahrt abseits des Mainstreams unterwegs zu sein… Powder to the people 🙂

Scheeee woars Bine, Julia & Mascht!

 

UMF Scharnitz

Es ist ein besonderes Projekt. Im Sommer letzten Jahres habe ich gemeinsam mit Astrid die Idee geschmiedet, etwas Gutes zu tun und in irgendeiner Art und Weise Flüchtlingen zu helfen. Und so reifte immer mehr die Idee, unser Wissen und die Erfahrung auf Skiern an junge Flüchtlinge weiter zu geben.

Astrid und Linda sind die tragenden Kräfte dieses Projekts. Sie haben in den letzten Monaten sehr viel Zeit und Energie investiert! Letztendlich konnten wir in den Weihnachtsferien mit 15 unbegleiteten minderjährigen Flüchtingsjungs dank der Hilfe von folgenden Sponsoren in den Skiunterricht starten:

DANKE an: Nordica, Leki, Cebe, Zanier, alle privaten Spender für die Skibekleidung, Birkenlift in Seefeld, Bergbahnen Rosshütte, Raiffeisenbank Scharnitz, Simon Rainer, Lisa Holleis, Rezan, das Team vom Heim in Scharnitz und alle die ich vergessen habe 😉

Mit diesem Projekt wollen wir ein wenig Abwechslung in den Alltag der Jungs bringen und ihnen unsere Skikultur näher bringen bzw. einfach gesagt, ihnen Ski fahren lernen.

Mittlerweile waren wir bereits 5 Mal am Schnee und die meisten Jungs fahren schon richtig super! Auch wenn es herausfordernd ist, es macht Spass und die Jungs sind dankbar für diese Möglichkeit…

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Gipfelglück in Osttirol…

Unter dem Aufhänger “Winter-Gipfelglück” wurde von PR Lady Monika Jerolitsch ein Womens Freeride/Skitourenwochenende im heimatlichen Osttirol organisiert. Dass Ende Jänner im sonst schneesicheren Defreggental noch immer kein bis wenig Schnee liegt, mit dem hatte wirklich niemand gerechnet. Trotzdem wurde den Teilnehmerinnen einiges geboten. Eisklettern, Wildtierbeobachtung im Nationalpark Hohe Tauern, Skitouren mit den Bergführerinnen Magdalena Habernig, Michi Egarter & Eva Schider und Skitechniktraining im Skigebiet St. Jakob mit Mel…

Die exzellente Schnapsverkostung im Hotel Macher’s tötete leider nicht die bösen Viren bei so mancher Lady ab. Wir wissen nicht warum, aber leider hatte sich ein Magen-Darm-Virus eingeschlichen, der einzige negative Beigeschmack, wird sicher bei manchen in Erinnerung bleiben 😉 Gottseidank hatte es mich nicht erwischt…

Danke an die Teilnehmerinnen, Magda und Monika für die Orga und an alle für die coole Zeit!

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#Melontour

Zwischendurch gehe ich immer wieder gerne alleine in die Berge, um die Langsamkeit und die Ruhe noch intensiver zu spüren und wahrzunehmen…

Die Gegend rund um die Wankspitze ist dank der verhältnismäßig günstigen Bedingungen mittlerweile zum “Heimgebiet” avanciert. Dort fühle ich mich wohl…

Am Weg zum Stöttltörl begegne ich einer jungen Frau, die mich nach dem Weg fragt bzw. wo denn das Lehnberghaus sei… Ja da ist sie zu weit gegangen… Sie hat wohl die Wirtschaft am Wegesrand übersehen. Kann passieren;)… Wenig später überholt mich ein deutscher Tourengeher mit dem Kommentar: “Brauchst auch an Auslauf?” Bin ich ein Hund oder wie?

Den ursprünglichen Plan über den Klettersteig zur Wankspitze aufzusteigen verwerfe ich, da mir eine noch pulvrige Rinne ins Auge sticht. Zwei Spuren sind drin die wirklich gut aussehen, da muss ich hin… Nach einem kurzen Aufstieg gibt es eine wohlverdiente Jause und Panoramablick Richtung Westen…

Der Aufstieg hat sich gelohnt, ein paar Powderschwünge sind noch drin – herrlich!

What a day…

Melissa Presslaber *** Professional Freeskier / Freeski Mountaineer ***