Category Archives: December 2013

Unterwegs bei den Reichen und Schönen…

Schon vor zwei Monaten wurde ich von meinem Arlberger Spezl und Skischulbesitzer Toni Zangerle angefragt, ob ich nicht Bock hätte, ihn für eine Woche über Silvester nach Courchevel (FRA) zu begleiten. Seine russischen Gäste würden eine weibliche Skilehrerin benötigen und da hatte er an mich gedacht. Da ich noch nie im Winter in den französischen Alpen war sagte ich zu… Eine Woche Skikurs würde ich schon aushalten 😉

Zuvor ging es noch zu Weihnachten auf Familienbesuch für einen kurzen Abstecher in die Osttiroler Heimat. Ein Genuatief lag in der Luft und würde ab 25./26. Dezember für reichlich Neuschnee in der Region Osttirol und Kärnten sorgen. Bis zu einem Meter Neuschnee!

Schweren Herzens verließ ich die Heimat und wohlwissend dass dieser Tage der Mega Powder in der Heimat warten würde ging es Richtung Frankreich.

Weit kamen wir vorerst allerdings nicht. Kurz nach Braz (Vorarlberg) verursachte Toni einen Auffahrunfall. Der erste Unfall ever. Für ihn und mich. Wünsche ich niemanden, ist echt ein furchtbares Gefühl so ausgeliefert zu sein. Gottseidank war er nicht schnell unterwegs. Komischerweise hielt das Fahrzeug vor ihm (a Deitscher) an und schon war es geschehen. Die nächsten zwei Sekunden hab ich nicht wirklich mitbekommen, denn ich schloss meine Augen und ehe ich mich versah, saß ich in einem Auto wo der Rauch aufging. Die Airbags hatten sofort ausgelöst, ich krachte mit dem Gesicht in das Kissen (ohne es zu merken) und plötzlich kam nur mehr Blut aus meiner Nase. Gottseidank war nicht mehr passiert! Ich war wirklich heilfroh! Blechschaden – sh… Aber gottseidank keine Personen zu Schaden gekommen! Ich alarmierte die Polizei während Toni sich um die Insassen des anderen Autos kümmerte.

Kurz darauf war die Polizei vor Ort, sie nahmen alle Daten von den zwei Fahrern auf, wir wurden abgeschleppt, verbrachten einige Zeit an der Leitstelle, bevor es dann mit einem anderen Auto (von Toni’s Freunden) weiter Richtung Frankreich ging.

Na bravo. Toni war nicht mehr imstande zu fahren, also durfte ich die 7 Stunden Autofahrt vom Arlberg bis nach Courchevel auf mich nehmen…

Endlich. Angekommen. Für zwei Tage sind wir im Hotel New Solarium untergebracht. Das Zimmer muss ich mit Toni teilen. Grundsätzlich überhaupt kein Problem ABER Schnarchen geht gar nicht. So werden es zwei schlaflose Nächte, juhu!

Am 27.12. treffen wir die russische Familie die Toni und in dem Fall auch mich engagiert haben. Sie wohnen ganz mondän in einem 5 Sterne Hotel in Courchevel 1850, dort wo die Reichen und Schönen urlauben. Eigentlich war vorgesehen dass ich mit der Tochter die Woche im Gelände Ski fahren würde, doch wie immer, es kam anders als geplant 😉

So verbringe ich den ersten Tag am Anfängerhügel und bringe der Freundin der “Chefin” Ski fahren bei. Sie lernt schnell und es ist schön Erfolge zu sehen. Am zweiten Tag wird es dann nichts mehr mit Anfängerskiing, da Adelika Schmerzen an den Füssen hat…

Bitte immer schön lächeln ;-)
Bitte immer schön lächeln 😉

Somit kommen nun wieder neue Familienmitglieder ins Spiel und die Tochter der “Chefin” erreicht das Hotel. Zu unserer Überraschung will sie snowboarden lernen. Na bravo. Dann gemma halt snowboarden 😉 Bin seit über 5 Jahren nicht mehr am Brettl gestanden, aber wird schon gehen…

natürlich Burton... ein Kinderbrettl für die Mel...
natürlich Burton… ein Kinderbrettl für die Mel…

Und täglich grüßt das Murmeltier. Warten bis alle ready sind, im Hotelsportshop Material leihen bzw. was dringend gebraucht wird, wird gekauft. Geld spielt scheinbar keine Rolle.

hier wird eingekauft...
hier wird eingekauft…

Mittags sind wir immer zum Essen eingeladen. Unglaublich was immer aufgetischt wird! Und die Preise! Wow! Jeden Tag gibt es Austern und sonst halt was das Herz begehrt. Ein Chickensandwich kostet beispielsweise 43 Euro, Spaghetti Bolognese 32 Euro, Tomaten Mozzarella Salat 30 Euro! Unglaublich oder? Verrückt diese Verschwendung beim Essen (teilweise wird einfach drauf los bestellt und vieles bleibt über). In anderen Erdteilen verhungern Menschen weil sie nichts zum Essen haben und hier gibt es Essen im Überfluss. Bizarr!

great Food!
great Food!

Ich war überhaupt nicht auf solchen Luxus vorbereitet. Courchevel scheint das französische Pendant zu St. Moritz zu sein. Es ist eine andere Welt. Für mich unvorstellbar, denn für mich spielt Geld einfach keine große Rolle. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe und brauche überhaupt nichts von diesem Luxus.

Im Skigebiet tummeln sich unzählige Fotografen, die nur darauf warten Neureiche bzw. Promis oder Möchtegern-Promis zu fotografieren. Schräg.

Santa Claus unterwegs im Skigebiet...
Santa Claus unterwegs im Skigebiet…

Am 3. Tag unseres Aufenthalts ziehen wir um in ein 4 Sterne Hotel, wow, welch Up-grading 😉 Ich freue mich endlich mal in Ruhe schlafen zu können! Doch wieder nix. Meine Nachtruhe wird gegen Mitternacht plötzlich gestört obwohl ich das Zimmer zugesperrt hatte. Der Concierge hatte mich offensichtlich in das falsche Zimmer geleitet und so war ich missverständlicher Weise in einem Doppelzimmer statt Einzelzimmer untergebracht. Ich hatte mich zwar gewundert warum der Schlüssel nicht passte, aber dachte mir nicht viel dabei. hahahahaa… Eine Russin stand plötzlich geschockt bei mir im Zimmer, leider nein, für heute Nacht blieb ich da drinnen… Nicht lange, denn am nächsten Morgen musste ich dann schon wieder umziehen… 😉

die Skier stehen jeden morgen vor dem Hotel parat... Nur nicht zuuuu viel schleppen...
die Skier stehen jeden morgen vor dem Hotel parat… Nur nicht zuuuu viel schleppen…

Snowboard Kurs Tag 1: Gewöhnen ans Gerät, geradeaus fahren und später Kurven fahren und Bremsen lernen. Vor etlichen Jahren hab ich im Zuge der Staatlichen Skilehrerausbildung den Snowboard Landeslehrer gemacht. Somit – kein Problem 😉 A bisl improvisieren, dann geht das schon… Den Anfängerhügel verlassen wir bald, denn meine Schülerin hat bereits am vormittag beide Kurven fahren gelernt! Talented Girl!
Von der grünen Piste geht es am nächsten Tag bereits auf blaue Pisten. Am 3. Tag auf rote Pisten und ins Gelände. Wow!

a new snowboard star is born;-)
a new snowboard star is born;-)

Als Snowboarder auf vollen Pisten fühle ich mich total unwohl. Viele Leute sind extrem rücksichtslos unterwegs, immer mal wieder sieht man Zusammenstöße auf der Piste, echt scary! Viele überschätzen sich, stehen technisch schlecht drauf, keine Chance binnen Sekunden bremsen zu können… Vor allem aus der Sicht des Snowboarders sind Skifahrer eine gefährliche Spezies. Auf der Backside sieht man nicht bzw nur eingeschränkt ob oder wer von oben kommt. Also ich freu mich nun wieder auf meine Ski und dass ich in den nächsten Tagen wieder im Gelände unterwegs bin.

Ich verlasse Courchevel mit gemischten Gefühlen. Zum einen weil ich echt schockiert über diesen gelebten Reichtum war (schließlich lässt sich mit viel Geld alles kaufen – wirklich alles, das stelle ich in Frage?). Gucci, Prada, auf den Pisten Bogner, Sportalm etc. Wer was auf sich hält trägt eine dieser Edelmarken. Nicht zu vergessen natürlich die neueste GoPro, damit das gesamte Erlebte auch überall geteilt werden kann…

Doch die umliegende Bergwelt hat mich gefangen. Unweit der Skigebiete gibt es einige interessante Berge die nur darauf warten bestiegen und befahren zu werden. I’ll be back. Someday. Aber mit Freunden und abseits der ausgetretenen Pfade.

die französischen Alpen...
die französischen Alpen…

Ab nach Hause. Tirol isch lei oans 🙂

Abenteuer Großglockner

Der Großglockner gilt für mich, neben dem Matterhorn als einer der formschönsten Berge unserer Alpen. Nicht nur dass ich in der Nähe aufgewachsen bin, zahlreiche Erinnerungen rund um den höchsten Berg lassen mich immer wieder gerne in diese wunderschöne Gegend eintauchen…

„Über kaum einen Berg der Ostalpen wurde so viel geschrieben wie über den Großglockner. Nur wenige Berge in den Ostalpen besitzen eine ähnliche Anziehungskraft. Dies ist aber auch kein Wunder, führt man sich einmal all die Superlative vor Augen, die der Großglockner innehat: Er ist der höchste Berg Österreichs und überragt nach Osten hin bis zum Ende der Alpen, nach Westen hin bis zum Ortler alle anderen Berge.“
(Auszug aus dem Hochtourenführer Ostalpen von Edwin Schmitt/Wolfgang Pusch)

Dass der Glockner ausgerechnet der höchste Berg Österreichs ist und somit Jahr für Jahr Tausende Bergsteiger anzieht, ist halt so 😉

Die Tour im Zeitraffer:

Sonntag 15.12.: Wetter für die nächste Woche schaut gut aus. Speziell für Dienstag und Mittwoch.
Montag 16.12.: Grobe Tourenplanung, Telefonate mit Bekannten von zuhause, um die Lage zu checken. Die Zeichen stehen alle auf GO, letztes Telefonat mit Teresa – yes, let’s do this!

Dienstag 17.12.: Fahrt nach Osttirol, Start gegen 12.30 Uhr, geschlossene Schneedecke trotz frühlingshafter Bedingungen ab dem Lucknerhaus. Hoch oben in der Ferne leuchtet der Glockner, gemütlicher Aufstieg bis zur Lucknerhütte. Wir treffen Peter Tembler, Bergführer und Besitzer der „Adlersruhe“ mit dem wir nette Worte austauschen. Weiter Richtung Stüdlhütte bevor es dann weiter zum Ködnitzkees geht.

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Zwei Südtiroler kommen uns entgegen, die die Tour an einem Tag gemeistert haben und 10 Minuten später kommt noch eine Truppe, mit blinder Begleitung, so meinen wir. War es Andy Holzer? Unglaublich.

Eine kurze Jause am Ködnitzkees und beim weiteren Aufstieg erleben wir den wohl schönsten Sonnenuntergang auf über 3000 Metern Höhe.

Es wird langsam dunkel. Ab einer Höhe von 3300 m macht es keinen Sinn mehr mit Skiern weiterzugehen, so heißt es in der Dämmerung umpackln, Steigeisen raus und die letzten 150 hm im Dunkeln weiter. Die Aufstiegsvariante hatten wir bei Tageslicht noch besichtigt und so wussten wir wo wir sind.
Mit Steigeisen und Pickel steigen wir die letzten Höhenmeter zur Adlersruhe.

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Der Wind bläst, es ist kalt. In der Dunkelheit erreichen wir die Erzherzog-Johann Hütte. Den Eingang zum Winterraum gilt es auszuschaufeln. (Danke Teresa ;-)) Es scheint, dass im Winter doch nicht sehr viele Bergsteiger diese Variante bevorzugen. Die meisten starten in der Nacht um dann die insgesamt knapp 1800 Höhenmeter in einem Tag zu machen.

Wir freuen uns auf ein Dach über dem Kopf. Wenigstens ist es windstill hier drinnen. Zwar nicht viel wärmer, aber immerhin geschützt. Der Tee von Teresa wärmt und tut gut. Auf die Penne alla Knorr und weiteren Tee müssen wir dann leider verzichten, denn die Gaskartusche ist mit dem Jetboil nicht kompatibel. (Zwei Geschäfte hatten wir an diesem Tag der Anreise abgeklappert, um herauszufinden, dass es zig verschiedene Gaskartuschen gibt. Diejenige die wir jetzt mit hatten war eine Standardkartusche, aber nicht mit Click-Fix System sondern zum aufschrauben… Na ja, Pech gehabt. Dies ist uns eine Lehre, aber gottseidank hab ich in meinem Camelpack (wo der Trinkschlauch schon lange eingefroren war) noch genügend zum Trinken für den Gipfeltag, ohne Flüssigkeit wäre es dann doch a bisl zach geworden.

20 Uhr: Nachtruhe. Wir vermummen uns mit aller Bekleidung die wir haben, wickeln uns in die jeweils 4 Hüttendecken ein und versuchen einzuschlafen. Wir sind froh, dass wir alleine im Winterraum sind, denn ansonsten hätten wir nur zwei Decken jeweils gehabt, brrr noch kälter…

unser kuscheliges Zuhause...
unser kuscheliges Zuhause…

Bei Kälte einzuschlafen funktioniert bekanntlich nicht. Vor allem wenn die Füsse eiskalt sind und der Körper vor Kälte zittert. Erholsamer Schlaf ist was anderes. Doch wir wissen, dass dies auch bald vorüber geht und freuen uns schon auf den Gipfeltag.

Die Embryostellung bewährt sich als beste Methode. Die Muskulatur zieht sich zusammen und verspannt… Alle halbe Stunde sich drehen, wieder Decken richten, wieder versuchen einzuschlafen… So geht das ganze Prozedere vor sich hin… Teresa geht es dabei nicht viel besser… Irgendwie ist die Situation dann auch schon wieder lustig… „Teresa, schläfst du?“, nein – mir ist kalt und du? Nein mir ist auch kalt…

Die Frage nach dem “Warum” stellt sich trotzdem nicht. Es sind diese speziellen Momente am Berg, die man aufsaugt und von denen man lange zerrt. Die Geschichten und Abenteuer die man erlebt, die Freundschaften und Bergerlebnisse die verbinden. Dem Alltag und der Hektik entkommen und die Sicht von oben genießen. Darum!

Die Nacht war lang, Schlaf gleich null, doch die Sonne scheint in den Winterraum herein, Zeit um aufzustehen, zu frühstücken, zusammenzupacken und aufzubrechen. Die Skier und das restliche Material das wir nicht für die Besteigung benötigen, lassen wir bei der Hütte zurück, denn der Wind bläst recht stark und dort ist alles bestens geschützt.

Zwei Seilschaften kommen uns entgegen, in der zweiten Seilschaft ein bekanntes Gesicht. Regina, eine Osttiroler Bekannte aus früheren Tagen kommt uns mit einer weiteren Einheimischen entgegen. Blöderweise hat sie ihre Kamera verloren. Leider finden auch wir sie nicht mehr. Die Erinnerungen dahin, ein paar hunderte Euronen einfach weg. Pech gehabt…

Die Bedingungen zum Gehen sind bestens. Sehr guter Trittschnee über das Glocknerleitl, weiter in leichter Kletterei zum Kleinglockner.

Teresa steigt vor, ich ein paar Meter hinter ihr her. Wir gehen seilfrei. Jeder für sich, voll konzentriert. Sich dessen bewusst, dass ein Fehltritt gröbere Auswirkungen haben kann. Trotzdem denkt man in diesem Moment nicht daran, sondern ist einfach nur auf den nächsten Schritt und Tritt konzentriert und sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst. Wir verstehen uns blind, geben Rücksicht aufeinander und sind doch in unserem Tun ganz alleine für uns selbst verantwortlich.

Am Grat sind es keine 20 cm Breite die vollste Konzentration fordern, denn der Wind der über den Grat bläst lässt einen gleich mal aus dem Gleichgewicht geraten. Links und rechts davon geht es steil bergab. Das Gipfelkreuz ist in Sichtweite, wenige Meter Kletterei und geschafft! Wir stehen ganz alleine am Großglockner. Juheeee, Freude kommt auf! Im Sommer wäre dies unvorstellbar, denn an Schönwettertagen steht man Schlange auf den höchsten Berg Österreichs.

Kurze Stärkung, den Moment aufsaugen, Gipfelfoto, Zucker tanken und wieder retour. Nochmals ist volle Konzentration beim Abklettern gefordert. Es macht Spass und wir kommen zügig voran.

Unterhalb vom Glocknerleitl kommen uns zwei junge Bergrettungsmänner entgegen, wir unterhalten uns kurz, es ist einfach nett sich in der Höhe auszutauschen. Jeder ist per „Du“, einfach gmiatlich.

Angekommen bei unserem Skidepot. Die wohlverdiente Jause schmeckt herrlich.

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Wir verweilen in der Sonne bevor es dann zum angenehmen Teil der Tour übergeht: mit Skiern abfahren. Nach ein paar Metern von der Adlersruhe entfernt, können wir direkt den zuvor besichtigten Steilhang abfahren. Die Verhältnisse hart aber herzlich. Der Harschdeckel trägt uns, wir fahren über das Ködnitzkees, weiter Richtung Lucknerhütte bis zum Auto beim Lucknerhaus. Geschlossene Schneedecke bis zum Auto – perfekt!

Glücklich und zufrieden erreichen wir das Auto, packen ein, statten meiner Family in Matrei einen kurzen Besuch ab (danke Mum für’s guate Essen!) und fahren hundemüde weiter nach Innsbruck, wo das Bett schreit und es einfach nur ein Genuss ist, unter die warme Dusche zu steigen und im Warmen schlafen zu gehen…

Mit Teresa habe ich eine supertolle, verlässliche Bergpartnerin an meiner Seite, die für jeden Spass zu haben ist und einfach ein cooles Mädel ist! Danke Teresa 🙂 Es ist eine große Freude mit dir unterwegs zu sein!!!!

Wintertouring ins Pitztal valley

Planen, organisieren, vorbereiten. Das gehört zum Alltag im Winter wenn man gut vorbereitet die Tage am Berg verbringen will.

Die Idee: nachmittags noch irgendwohin hoch hinauf auf den Berg, übernachten in einem der Winterräume der Alpenvereinshütten, den Tag darauf eine Skitour gehen. Die Auswahl fällt dann bald auf die Braunschweiger Hütte im Pitztal.
1. leicht erreichbar, 2. mit dem Pitztal Express erspart man sich wertvolle Höhenmeter bevor es dunkel wird, 3. war ich schon dort und 4. fällt mir jetzt nichts mehr ein.

Gemeinsam mit meinen Freunden Michi und Dani geht es am Freitag nachmittag (13.12.) von Innsbruck aus Richtung Pitztal. Wenn der Zeitplan hinhaut, dann sollten wir die vorletzte Bergfahrt erwischen und in der Dämmerung die Braunschweiger Hütte erreichen…

So far so good. Gemütliche Fahrt ins Pitztal (dauert immer eeeeeewig bis man da drinnen im hintersten Ort ist), was zum Essen einkaufen, zusammen packen… Und yes, der Zeitplan haut hin. Wir fahren mit der vorletzten Bahn auf den Pitztaler Gletscher, hinunter Richtung Notweg, auffellen und hoch Richtung Braunschweiger Hütte. Wir genießen die Ruhe und Aussicht am Berg und kommen knapp vor Dunkelheit an der Braunschweiger Hütte an.

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Der Winterraum ist groß und gemütlich und bietet Platz für ca. 16 Personen. Nähere Infos zur Hütte unter: http://www.braunschweiger-huette.at/

Michi kümmert sich darum, dass es im Winterraum halbwegs warm wird und ich bin dann zuständig dass unsere leeren Mägen mit Pasta alla Knorr aufgefüllt werden…

Eingehüllt in Decken und in unseren warmen Daunenjacken verbringen wir den Abend mit “Shithead” spielen. Dabei erweist sich Dani als schlechte Verliererin 😉 Wenigstens gewinnt sie die letzte Runde damit sie in Ruhe schlafen kann… hahhaha…

Die Nacht ist kalt, die Decken lassen uns zwar nicht ganz so stark frieren aber trotzdem erholsamer Schlaf ist was anderes…

Der nächste Tag verspricht strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Nach gemütlichem Frühstück starten wir über den Karlesferner und später über den hängenden Ferner Richtung Linker Fernerkogel. Wir wählen die flachere Aufstiegsvariante am Rande des Gletsches und beobachten wie mehrere Skitourengeher über die steilere Variante aufsteigen. Wie sich später herausstellt sind es Einheimische die normalerweise erst im Frühjahr diese Skihochtour wählen, durch die schlechten Schneebedingungen haben sie sich heute für diese Tour entschieden… Sie sind ohne Seil unterwegs, denn sie kennen ja den Gletscher?

Wir gehen am Seil. Laut Karte ist der Anstieg doch eher spaltenreich und auf unbekannten Gletschern geht man einfach am Seil. Michi spurt und legt ein angenehmes Tempo vor, Dani und Mel hinterher. Der nordseitige Aufstieg erweist sich als kalt und unsonnig, wir sind eingebettet zwischen dem Skigebiet Sölden und Pitztal. Wir inmitten der Bergwelt, ruhig, abgeschieden. Links und rechts tobt der Bär auf den Pisten…

Meine Felle mögen die Kälte nicht und erschweren mir wieder mal den Aufstieg… Dank Kabelbinder geht es und endlich erreichen wir die Sonne…

Im Gipfelhang, kurz unterhalb des Kreuzes löst sich dann endgültig ein Fell inkl. Ski (zwar war die Bindung zu, aber anscheinend nicht auf der höchsten Stufe und so löste sich die Bindung) und ab geht die Post. 100 Meter unterhalb bleibt der Ski dann gottseidank stehen, ich steige nach unten, hole den Ski und steige wieder auf. Michi kommt mir entgegen und wir gehen gemeinsam die letzten Meter zum Gipfel… (Danke Michi :-))

Endlich. Oben am Gipfel. Das Panorama wunderschön. Bei Gipfeljause und Poserpix genießen wir die Sonne. Meine Füße sind immer noch eiskalt. Aber was soll’s… Hauptsache draussen…

Die Abfahrt geht über den hängenden Ferner. Die Verhältnisse: hart, windgepresster Schnee. Wir begutachten die Rinne die Michi gespottet hatte, doch dafür benötigt es mehr Schnee. Wir kommen wieder… Hinunter ins Gletscherbecken und dann heißt es Spaltenbergung üben. Wir haben einen idealen Ort dafür gefunden und Michi wiederholt mit uns die Handgriffe für die Spaltenbergung. Es tut gut Gelerntes in Erinnerung zu rufen und Michi erweist sich als perfekter Lehrer. Danke Michi 🙂 Nach dem Üben und immer noch mit eiskalten Füßen geht es mittels Ski runter ins Tal, rein ins Auto und back to Innsbruck…

Danke Michi und Dani für die schöne Zeit mit euch!!! Freu mich schon auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer!!!

Zanier Shooting 14/15

Alle Jahre wieder… Geht es mit dem Zanier Gloves Team und Ulrich Grill zum fotografieren für den nächstjährigen Winterkatalog in die Berge. Dieses Mal nach Obertauern.

Das heißt sehr früh aufstehen, den ganzen Tag draussen sein und bis zum Sonnenuntergang shooten, shooten, shooten.

Dieses Jahr wurde für uns Mädels (Eva Walkner, Tine Huber und myself) eigens ein Zebrahandschuh den es eigentlich nur für die Kids gibt, produziert. Ich fahre seither immer mit warmen Händen und einem Big Smile in der Gegend herum 😉

Die besten Handschuhe :-)
Die besten Handschuhe 🙂

Die Bilder können im nächstjährigen Winterkatalog 14/15 bestaunt werden…

Hier ein paar Impressionen vom Tag:

Danke an das gesamte Zanier Team für die super Zusammenarbeit!

Skitour Sonnenjoch

Wir schreiben den Monat Dezember, genauer gesagt den 10. Dezember 2013. Frühlingshafte Temperaturen, warm, wenig Schnee. Im Tiroler Unterland ist es ein wenig besser, somit geht es mit Pia, Olli und Mankei dort auf Tour…

Genaue Beschreibung der Tour:

http://www.tourenwelt.at/skitour/334-sonnenjoch-kelchsau.html

Scheeee woar’s! Auch wenn die Abfahrtsbedingungen eine ziemliche Challenge war ;-)…