Winteräktschn April 18

Es ist bereits August, der Sommer ist auf Hochtouren und ich schaffe es erst wieder mal mich hinzusetzen und die vergangenen Monate aufzuarbeiten…. Time is flying by – wow..

Anfang April bin ich mit Didi, Flo und Sara in den Lienzer Dolomiten unterwegs. Immer wieder bin ich überwältigt vom grandiosen Panorama dort…

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Tage zuvor hatte es stark geschneit und leider war der Wind umtriebig, sodass die LW-Stufe 4 ausgerufen war. Somit war Zurückhaltung geboten. Links und Rechts beim Aufstieg Selbstauslöser, die Ödkarscharte war jedoch gut machbar. Wunderschönes Tagerl in den Bergen… und fast hätte ich es vergessen: beim Aufstieg trafen wir auf Andy Holzer, faszinierend wie er auf so natürliche Weise trotz seiner Blindheit in den Bergen unterwegs ist!

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Von Osttirol ging es wieder retour nach Nordtirol, um mit Wiesi and Friends in den Stubaier Alpen unterwegs zu sein… A biserl gratln, a kloane Abseiläktschn… Schee woars!

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Am nächsten Tag geht es weiter an den Arlberg. Filmen mit Nadine ist angesagt. Zwar sind die Temperaturen bereits extrem frühlingshaft, doch mit Glück sollte der Befahrung der Roggalspitze nichts im Wege stehen. Jakob von den Whiteroom Jungs begleitet uns mit der Kamera. Mit der letzten Bahn geht es hoch ins Skigebiet, wo wir dann abfahren, um an einer privaten Hütte am Spullersee zu übernachten. Eine Überraschung erwartet uns auf der Hütte. Eine einheimische Männertruppe verbringt das Wochenende hier oben, also nichts mit Ruhe und Einsamkeit…

Tagwache bereits um 4 Uhr. Wir starten in der Dunkelheit, die Schneedecke ist gefroren und es lässt sich gut gehen. Beim ersten Sonnenlicht werden ein paar Filmaufnahmen gemacht… Wir steigen ein in die Südflanke, kurze Kletterei, dann ein Spiel aus “einbrechen in die Schneedecke or not”… Die letzten 150hm haben es noch in sich, da die Schneedecke nicht mehr gefroren ist und ich immer wieder hüfttief einsinke. Nadine spurt und kommt gut voran. Bei mir dauert es länger, aber wenig später erreichen wir gemeinsam den Gipfel…

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Die Abfahrt gegen 10 Uhr ist gerade noch okay, viel später hätten wir nicht abfahren dürfen… Aber alles tutti und im Kasten…

Tage später bin ich allein auf Tour in den Stubaier Alpen unterwegs. Schon lange wollte ich die Nordostseite des Hinteren Daunkopfes befahren. Zwar sind die Schneeverhältnisse bescheiden – bockhart und windgepresst, aber done und schee woars…

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Noch einmal geht es an den Arlberg. Zum Guiden von Lorraine Hubers’ Womens Progression Days. Mit Gerlinde, Lori und mir als Guides und über 20 motivierten Ladies gibt es jede Menge Frauenpower…

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Vom Arlberg geht es dann weiter zu Petra und Jobs nach Andermatt. Langjährige Freunde die schon seit vielen Jahren dort leben. Bis dato hatte ich es immer nur im Sommer zum biken mit ihnen geschafft, endlich bin ich mal im Winter dort… Vom Skigebiet gibt es unzählige Möglichkeiten. Der warme April lässt auch in der Höhe die Temperaturen schneller schmelzen. Trotzdem finden wir tolle Touren – Highlight der Tage: die Befahrung des Gross Muttenhorn…

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Im Anschluss an die schönen Tage in Andermatt habe ich noch Zeit und bin motiviert etwas am Berg zu machen. Das Schönwetter hält noch an und da ich bereits in der Schweiz bin, fällt die Entscheidung den Eiger zu besteigen. Zwar weiß ich dass im oberen Bereich der Westflanke nicht viel Schnee liegt, jedoch möchte ich schon seit Jahren den Berg besteigen, jetzt ist also die Zeit dafür und egal wenn nicht ganz so viel Schnee liegt… Die Bergpartnersuche ist anfangs gar nicht einfach, es scheint niemand Zeit zu haben. Nach langem Hin und Her und etlichen Whatsapp Nachrichten meldet sich Louis, der motiviert ist mit mir gemeinsam den Berg zu besteigen und zu befahren…

Wir treffen uns in Stans und fahren gemeinsam nach Grindelwald. Von weitem leuchtet uns das Dreigestirn Eiger, Mönch, Jungfrau entgegen. Die Nordwand ist imposant und gleichzeitig angsteinflößend…

Mit der Jungfraujochbahn geht es gemütlich zur Kleinen Scheidegg und dann weiter zur Eigergletscher Station. Dort finden wir ein perfektes Platzerl für unser Zelt…

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Es gibt Spaghetti zum Abendessen und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir übernachten in einer faszinierenden Umgebung…

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Am nächsten Morgen geht es zeitig los. Wir sind fast alleine am Berg. Nur ein einzelner Bergsteiger ist vor uns und zwei Schweizer Bergsteiger fädeln auf. 1600hm bergauf. Nur die ersten Höhenmeter sind wir mit Skiern und Fellen unterwegs, danach ist es zu steil dafür und wir müssen auf Steigeisen umsatteln. Der Serac ober uns ist imposant und es heißt nicht zu lange dort verweilen. Möchte nicht unbedingt das Ding auf meinen Schädel bekommen sonst bist hin 😉 Ansonsten geht es recht gut voran, im oberen Bereich ist der Aufstieg felsdurchsetzt mit wenig Schnee. Dh die Routenfindung ist etwas schwieriger. Je näher wir Richtung Gipfel kommen desto intensiver bläst der Wind. Während es im Tal Plusgrade hat, frieren wir hier. Wir entscheiden uns für das Skidepot knapp unterhalb des Gipfels, da die Schneeverhältnisse es nicht zulassen ganz vom Gipfel zu fahren bzw. die Skier für den Wind eine zu große Angriffsfläche bedeuten würde und wir nur damit zu kämpfen hätten…

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Das 360 Panorama ist sensationell, wir freuen uns am Gipfel des Eigers zu stehen!

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Nur kurz verweilen wir am Gipfel, ein Blick in die Nordwand darf natürlich nicht fehlen und dann geht es bereits wieder abwärts. Es hat aufgefirnt und so haben wir recht gute Verhältnisse zum abfahren. Im oberen Bereich müssen wir uns noch durch felsdurchsetztes Gelände durchkämpfen, danach ist die Abfahrt reinster Genuss…

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Was für ein Tag! Danke Louis für die Begleitung! Wir packen Zelt und Co wieder zusammen und fahren ab bis zur Kleinen Scheidegg. Im Tal gibt es eine wohlverdiente Jause bevor es ab nach Hause geht…